Becker will mehr Einfluss für Trainer auf Spiele

22. Jänner 2014, 15:09
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Djokovic-Trainer will während der Matches auf die Spielerbank - "Würde die Bedeutung des Trainers noch mehr erhöhen"

Melbourne - Die deutsche Tennis-Ikone Boris Becker wünscht sich für die Trainer mehr Möglichkeiten zur Einflussnahme während der Spiele ihrer Schützlinge. "Für mich stellt sich die Frage: Ist es nicht Zeit, dass auch das Tennis den Coach auf der Bank erlaubt, damit er direkter, schneller und besser eingreifen kann?", fragte Becker einen Tag nach dem überraschenden Viertelfinalaus von Novak Djokovic bei den Australian Open.

"Das würde der Qualität des Spiels helfen, das würde sicher auch den Spielern helfen. Ich wäre dafür", sagte der dreimalige Wimbledonsieger, der Djokovic in Melbourne erstmals während eines offiziellen Turniers betreute: "Man sieht das im Fußball, Basketball, Boxen. Das würde die Bedeutung des Trainers noch mehr erhöhen."

Titelverteidiger Djokovic (Serbien) war beim ersten Grand Slam des Jahres in der Runde der besten Acht nach fünf Sätzen am Schweizer Stanislas Wawrinka gescheitert. Die Trainer dürfen im Tennis von der Tribüne aus nicht ins Spiel eingreifen, also auch ihren Spielern keine Tipps geben.

Natürlich sei er enttäuscht, dass es mit der Titelverteidigung von Djokovic nicht geklappt hat. Becker sieht den neuen Job aber als große Chance, in dem Metier wieder Fuß zu fassen, in dem er als Aktiver die größten Erfolge gefeiert hat. Und es hat den Anschein, als ob ihm die neue Aufgabe gut tut. Als Becker Anfang Jänner erstmals seit 15 Jahren wieder in Australien ankam, bewegte er sich schwerfällig, sein Gesicht war aufgedunsen. Zwei Wochen später erlebte man ihn wesentlich fitter und gesünder. "Ich denke, man sieht, dass ich ein, zwei Kilo weniger habe", berichtet Becker nicht ohne Stolz. "Wir sind jeden Tag im Fitnessraum." Djokovic bestätigt das: "Boris arbeitet sehr hart." (sid/red, 22.1.2014)

  • Boris Becker will nicht mehr tatenlos zuschauen.
    foto: epa/shrestha

    Boris Becker will nicht mehr tatenlos zuschauen.

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