26 neue Professoren an der Universität Wien

22. Jänner 2014, 14:23
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Hochschule setzt vor allem auf Personal aus dem Ausland

Wien - An der Universität Wien findet seit einiger Zeit ein Generationenwechsel statt. Seit 2011 wurden 54 der rund 360 Professuren neu besetzt - dabei kommt nur ein Drittel der Neo-Professoren aus Österreich. 39 Prozent stammen aus Deutschland oder Schweiz, 27 Prozent aus dem nicht-deutschsprachigen Raum, heißt es in einer Aussendung der Uni Wien.

Allein 2013 wurden an der Uni Wien 26 Professoren neu berufen. Davon kommen zwölf aus Deutschland, acht aus Österreich und sechs aus dem nicht-deutschsprachigen Ausland. Bei den assoziierten Professoren, einer erst im neuen Uni-Kollektivvertrag 2009 geschaffenen Laufbahnstelle für Wissenschafter, dominieren mit neun von zehn Ernennungen im Jahr 2013 dagegen die Österreicher. Insgesamt gibt es derzeit etwa 30 assoziierte Professoren an der Uni Wien.

Internationale Ausrichtung

Die Uni setzt bewusst auf Wissenschafter aus dem Ausland. Wichtiges Kriterium für die Berufungspolitik sei die internationale Ausrichtung. Berufen wurden etwa Professoren aus deutschsprachigen Unis wie etwa der Humboldt Universität Berlin, den Unis München, Heidelberg und Zürich sowie aus internationalen Hochschulen wie der London Business School, dem Imperial College, der University of Hongkong, der Rutgers University, der University of Texas oder der Uni Amsterdam.

Emeritierung von Zeiler

In einem prominenten Fall gibt es noch keinen Generationswechsel: Der Experimentalphysiker Anton Zeilinger trägt zwar seit kurzem ein "emer." vor seinem Professoren-Titel, die Emeritierung anlässlich der Erreichung des 68. Geburtstags (2013) sei aber ein reiner Automatismus, betonte eine Sprecherin der Uni. Zeilinger, der seit dem Vorjahr Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaft (ÖAW) ist, bleibe jedenfalls bis 2015 mit laufenden Großprojekten aktiv, über die Nachfolge soll ab 2015 entschieden werden. (APA, 22.1.2014)

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