Swarovski lagert Teile ins Ausland aus

22. Jänner 2014, 14:16
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200 Arbeitsplätze am Standort Wattens sollen über natürliche Fluktuation abgebaut werden, der Konzern bestätigt die Zahl nicht

Wattens - Der Tiroler Glaskristallhersteller Swarovski mit Stammsitz in Wattens lagert einen Teil seiner Produktion nach Serbien aus. Die im ORF Tirol genannte Zahl von 200 Arbeitsplätzen - die über natürliche Fluktuation "abgefedert" werden sollen - wird vom Unternehmen nicht bestägt. Das Werk in Serbien werde in nächster Zeit in Betrieb genommen, hieß es. Ein radikaler Jobabbau in Tirol sei nicht geplant.

"Um weiterhin Marktführer zu bleiben und die Grundlage für zukünftiges Wachstum zu sichern", baue Swarovski als Teil seines Geschäftsmodells das internationale Produktionsnetzwerk aus, hieß es in einer Stellungnahme. Das internationale Netzwerk bedeute eine Optimierung des Gesamtunternehmens, es gewährleiste eine optimale Bedienung strategisch wichtiger Kunden mit spezifischen Lösungen.

Das internationale Produktionsnetzwerk agiere laut Swarovski übergreifend und ergänzt sich mit seinen Kompetenzen. Standorte außerhalb der Heimatbasis Wattens (Serbien, China, Indien) würden künftig Aufgaben entsprechend ihren Stärken übernehmen. Der Aufbau passiere in einem schrittweisen Prozess, der über die nächsten drei Jahre nachhaltig umgesetzt werde. Im Zuge dessen würden die relevanten Abteilungen über die Strategie und Maßnahmen offen und transparent informiert.

Die letzten veröffentlichten Unternehmenszahlen betreffen das Jahr 2012. Laut Homepage setzte die Gruppe 3,08 Mrd. Euro (2011: 2,87 Mrd. Euro) um. Beschäftigt wurden weltweit 30.600 Mitarbeiter. Im Kristallbereich wurden 2,38 Mrd. Euro (2011: 2,22 Mrd. Euro) umgesetzt. In diesem Bereich wurden 25.135 Mitarbeiter beschäftigt. Vertrieben wird unter anderem über 2.350 Geschäfte in 170 Ländern. (APA, 22.1.2014)

  • Wieviele Mitarbeiter tatsächlich gehen müssen, lässt Swarovski offen. Der Stellenabbau soll jedoch durch natürliche Fluktuation "abgefedert" werden sollen
    foto: reuters/brendan mcdermid

    Wieviele Mitarbeiter tatsächlich gehen müssen, lässt Swarovski offen. Der Stellenabbau soll jedoch durch natürliche Fluktuation "abgefedert" werden sollen

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