Intel verkauft sein gescheitertes Internet-TV-Projekt

21. Jänner 2014, 14:59
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US-Telekomprovider Verizon übernimmt Lizenzen und Mitarbeiter für unbekannte Summe

Bereits Ende November hatte Intel bekanntgegeben, seine Pläne für die Entwicklung einer Set-Top-Box inklusive eigenem TV-Service auf Eis zu legen. Das Unternehmen war vor allem daran gescheitert, Verträge mit Film- und Fernsehstudios abzuschließen, die den Content für den Service hätten liefern sollen. Technisch sei Intel laut TheVerge schon weit fortgeschritten gewesen und hätte unter anderem bereits die Set-Top-Boxen sowie Apps für Smartphones und Tablets entwickelt gehabt. Das trieb den Verkaufspreis in die Höhe: Gerüchten zufolge habe Intel von potenziellen Käufern rund 500 Millionen Dollar für die Übernahme des Projekts verlangt.

„Bei Verizon besser aufgehoben"

Nun hat der US-Telekomkonzern Verizon zugeschlagen: Neben des geistigen Eigentums will Verizon auch alle 350 Mitarbeitern der „Intel Media"-Abteilung, die an der  Set-Top-Box mitgearbeitet hatten, übernehmen. Über die Verkaufssumme ist nichts bekannt. Verizon, das bereits mehrere traditionellere Fernsehdienste anbietet, soll Intels Service in seinen existierenden FiOS-Service integrieren. „Wahrhaft innovativ", nennt Intel-Geschäftsführer Brian Krzanich das gescheiterte Projekt, das in Verizons Händen „besser aufgehoben" sei.  (red, derstandard.at, 21.1.2014)

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