Regierung koordiniert sich in Spiegelressorts

21. Jänner 2014, 14:36
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Je zwei Minister sind für einen Themenbereich zuständig

Die Bundesregierung hat - auch um den vielfach propagierten "neuen Stil" zu veranschaulichen - Spiegelministerinnen und -minister benannt. Diese sollen die Koordination gewisser Fachbereiche übernehmen, und auch gemeinsam diese öffentlich vertreten. Im traditionellen Pressefoyer nach dem Ministerrat sollen künftig nicht mehr nur Kanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger sich den Fragen der Journalisten stellen, auch die Ministerduos sollen sich anlassbezogen öffentlich erklären. Den Anfang machten Gesundheitsminister Alois Stöger und Justizminister Wolfgang Brandstetter, die am Dienstag gemeinsam nach dem Ministerrat auftraten.

Die jeweiligen Minister sind unterschiedlich oft als Spiegelminister im Einsatz, so ist Außenminister Sebastian Kurz sowohl der Konterpart von Verteidigungsminister Gerald Klug im Bereich "Auslandseinsätze/Integration", als auch von Bundeskanzler Faymann im Bereich "Europa/Äußeres" und Josef Ostermayer im Bereich Kunst und Kultur. Auf Seiten der Sozialdemokraten sind Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Kanzleramtsminister Josef Ostermayer für jeweils drei Bereiche zuständig. Heinisch-Hosek ist für "Frauen, Familie, Jugend", Wissenschaft und Bildung eingeteilt, Ostermayer für die Koordinierung, "Verfassung/öffentlicher Dienst" und "Kunst und Kultur". Interessanterweiße nicht "Spiegelminister" für den Bereich Finanzen ist Finanzminister Michael Spindelegger, in diesem Bereich koordinieren die Staatssekretäre Jochen Danninger (ÖVP) und Sonja Steßl (SPÖ) die Regierungspolitik. (red, derStandard.at, 21.1.2014)

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