Lehrerdienstrecht: Gewerkschaft startet Plakatkampagne

21. Jänner 2014, 13:46
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Mitglieder sollen Eltern über Bürgerinitiative informieren

Die AHS-Gewerkschaft mobilisiert weiter gegen das neue Lehrerdienstrecht. Anfang Jänner haben alle Lehrergewerkschaften gemeinsam eine Bürgerinitiative gegen das neue Dienstrecht eingereicht. Bisher haben rund 3.800 Personen das Anliegen unterzeichnet. In einem Rundschreiben an ihre Mitglieder kündigt die AHS-Gewerkschaft nun Plakate für die Initiative an. Darauf ist ein kleines, blondes Mädchen zu sehen, das sich "die beste Lehrerin und den besten Lehrer" wünscht. Diese Plakate sollen die Mitglieder in ihren Schulen aufhängen.

Die Gewerkschafter regen auch ein Schreiben an die Eltern der Schüler an und liefern einen ausformulierten Vorschlag mit. Darin werden die Eltern über die Forderungen der Bürgerinitiative informiert: mehr Unterstützungspersonal, mehr Ressourcen und moderne Arbeitsplätze.

Bei ihrem Kampf gegen das Dienstrecht stellt die Lehrergewerkschaft in ihrem Schreiben auch jene Abgeordnete in die Auslage, die für das Dienstrecht gestimmt haben. Da die parlamentarische Abstimmung namentlich durchgeführt wurde, ist bekannt, wer dafür und wer dagegen gestimmt hat. Die Gewerkschaft listet jede Stimme auf. "Alle sollen wissen, wem sie das neue Lehrerdienstrecht zu verdanken haben", heißt es. Für das Lehrerdienstrecht stimmten beinahe alle Mandatare von SPÖ und ÖVP, die Opposition war geschlossen dagegen. Nicht anwesend waren wie angekündigt die steirischen ÖVP-Abgeordneten. Sie protestierten damit vor allem gegen die neue Regierung. Ebenfalls nicht anwesend war die niederösterreichische ÖVP-Abgeordnete Dorothea Schittenhelm. (lai, derStandard.at, 21.1.2014)

  • Die Gewerkschaft wirbt um Teilnahme an ihrer Bürgerinitiative: "Unterschreiben ist kinderleicht."
    foto: goed

    Die Gewerkschaft wirbt um Teilnahme an ihrer Bürgerinitiative: "Unterschreiben ist kinderleicht."

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