Frische Winde

20. Jänner 2014, 16:58
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Beim Treffen der politischen Quereinsteiger erregte sich Josef Broukal an die Grenze der Atemlosigkeit

Monika Lindner konnte nicht für die Diskussion gewonnen werden. Aber es ging ja um politische Querein- und nicht gleich wieder Aussteiger. An ihrer statt erregte sich Josef Broukal zu Beginn an die Grenze der Atemlosigkeit und nahm ein Bad im Eigenlob.

Grund seiner Erregung war eine Diskussion über Quereinsteiger in die Politik in der ORF-Sendung "Im Zentrum". Schuld daran trug Eugen Freund, der nach seinem ORF-Abgang dem Ruf der SPÖ folgte und nun interessante Interviews gibt.

"Im Zentrum" saß Broukal auf der Seite der ausgemusterten Politnovizen neben der ehemaligen Ministerin für Justiz, Claudia Bandion-Ortner. (Wer sich nicht mehr erinnern will: Die Dame mit den bunten Brillen.) Neben ihr saß die einst zur FPÖ gewechselte ORF-Moderatorin Theresia Zierler.

Auf der anderen Seite war Ulla Weigerstorfer vom Team Stronach geladen, die viel glaubt und oft schmunzeln muss. Dazu der Regisseur und Autor David Schalko sowie Regina Jankowitsch, die als Coach Politneulinge betreut.

Derartig niedergesetzt, sprach man von frischen Winden und Patrick Ortlieb und betrieb über weite Strecken Selbstrechtfertigung und Eigenlobbying.

Der Erkenntnisgewinn war überschaubar, denn schon die Begriffsdefinition des Quereinsteigers gelang nicht überzeugend. Vielleicht wären Queer-Aussteiger aus dem Fußball ein leichteres Thema gewesen? (Karl Fluch, DER STANDARD, 21.1.2014)

  • Josef Broukal, ehemaliger SPÖ-Nationalratsabgeordneter, bei "Im Zentrum".
    screenshot: tvthek.at

    Josef Broukal, ehemaliger SPÖ-Nationalratsabgeordneter, bei "Im Zentrum".

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