Innenministerium forciert Meldepflicht für „Cyber-Vorfälle"

20. Jänner 2014, 16:46
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Plant außerdem Schaffung eines „Cyber Security Incident Coordination Center"

In einer parlamentarischen Anfragebeantwortung bekräftigt Innenministerin Mikl-Leitner erneut ihre Unterstützung für eine europaweite  Meldeverpflichtung bei "Cyber-Sicherheitsvorfällen". Zusätzlich werde auf EU-Ebene über "Maßnahmen zur Gewährleistung einer hohen gemeinsamen Netz- und Informationssicherheit" beraten. Über konkrete Pläne zur Schaffung einer europäischen Kommunikationsinfrastruktur kann Mikl-Leitner allerdings nicht berichten.  In Österreich plant die Bundesregierung dafür momentan die Schaffung eines "Cyber Security Incident Coordination Centers". An der Entstehung der Stelle seien mehrere Ministerien beteiligt, das Center soll entscheidende Leistungen im „Cyber-Krisenbewältigungs-Management-Prozess" erbringen.

Keine Zahlen zu Industriespionage

Anfragesteller Harald Stefan von der FPÖ  wollte außerdem von der Innenministerin wissen, in welcher Höhe die österreichische Wirtschaft durch Cyber-Spionage geschädigt wurde. Dazu gab es von Mikl-Leitner lediglich einen Verweis auf eine drei Jahre alte Studie – aktuellere Zahlen würden momentan nicht vorliegen, eine Schätzung sei „nicht Gegenstand des parlamentarischen Interpellationsrechtes". (red, derstandard.at, 20.1.2014)

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