Eugenie Bouchard spielt sich ins Rampenlicht

20. Jänner 2014, 15:42
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Eine junge Kanadierin schickt sich an, die Tenniswelt zu erobern. In der Nacht auf Dienstag trifft der Shootingstar im Viertelfinale von Melbourne auf Ana Ivanovic

Der Sprung vom Nachwuchs zu den Profis mag im Tennissport ein schwieriger sein, nicht so für Eugenie Bouchard. 2011 gewann die Kanadierin das Juniorinnen-Turnier von Wimbledon, nun steht die 19-Jährige im Viertelfinale der Australian Open. Und bislang hatten ihre Gegnerinnen wenig zu lachen. Lediglich der Australierin Casey Dellacqua war im Achtelfinale ein Satzgewinn vergönnt - ehe Bouchard ins Spiel fand und mit 6:7, 6:0 und 6:2 gewann.

Bouchard steht als erste Kanadierin seit Patricia Hy-Boulais 1992 bei den US Open im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers. Ihr Erfolgslauf in Melbourne ist eine Überraschung, aber sicher keine Sensation. 2013 wurde Bouchard auf der WTA-Tour zur "Newcomerin des Jahres" gewählt. "Genie", wie sie von ihren Fans genannt wird, startete als Nummer 144 in die Saison und beendete das Jahr als Nummer 32.

Gute Erinnerungen an Ivanovic

Auf ihrem Weg in die Weltspitze bezwang der Teenager in der Vorsaison die Top-10-Spielerinnen Sam Stosur und Jelena Jankovic. In Wimbledon brachte sie die ehemalige Nummer 1 der Welt Ana Ivanovic zu Fall. Eben die ist in der Nacht auf Dienstag in der Rod Laver Arena abermals ihre Gegnerin. Bouchard gibt sich bescheiden: "Sie hat Serena Williams geschlagen, also muss sie gut spielen. Ich erwarte einen harten Kampf."

Nicht mehr in der Spielerbox wird dabei ihre ehemalige Trainerin Nathalie Tauziat sitzen. Im Oktober gingen Bouchard und die einstige Wimbledon-Finalistin getrennte Wege. Ex-Profi Nick Saviano forciert seither ihr aggressives Spiel, das selbst Tennis-Größen ins Schwärmen bringt. Martina Navratilova sieht in Bourchard bereits eine "potenzielle Grand-Slam-Siegerin". (red; derStandard.at; 20.1.2013)

  • Um gute Werbeverträge muss sich Eugenie Bouchard wenig Sorgen machen.
    foto: apa/ap/hoshiko

    Um gute Werbeverträge muss sich Eugenie Bouchard wenig Sorgen machen.

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