DLD-Konferenz: Forderung nach idiotensicherer Verschlüsselung

20. Jänner 2014, 14:18
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In München werden dieses Jahr auch Sicherheit und Privatsphäre besprochen

Die Digital-Life-Design Konferenz in München findet heuer zum neunten Mal statt. Neben eher niederschwelligen Programmpunkten über WhatsApp oder bekannten Gesichtern wie Jimmy Wales gibt es dieses Jahr auch zahlreiche Programmpunkte zum Thema Privatsphäre und Sicherheit.

Alles hängt am Netzwerk

Heise berichtete vom ersten Konferenztag, der am Sonntag stattgefunden hat, und zeigte, dass PRISM und die Snowden-Enthüllungen auch auf die DLD Auswirkungen zeigen – man denkt zumindest darüber nach, wenn man sich den Zeitplan der Konferenz ansieht.

Samsungs Cybersecurity-Spezialist Rod Beckstrom, der einst auch Vorsitzender der ICANN war, hat beispielsweise betont, dass Snowden als Whistleblower absolut richtig gehandelt habe. Seiner Meinung nach kann prinzipiell alles gehackt werden, das an einem Netzwerk hängt. Da heute alles an ein Netzwerk gehängt wird, ist alles verwundbar.

Forderung nach Regierungsberichten

Organisationen wie der Chaos Computer Club seien zwar wichtig für die Aufklärung von Angriffen wie Stuxnet, allerdings würden laut Beckstrom die "guten" Hacker immer zwei bis drei Jahre hinter den Attacken hinterherhinken. Er fordert deshalb, dass Regierungen jährlich detaillierte Berichte über abgeschlossene Aktionen vorlegen, die von Cyberwar-Spezialisten überprüft werden sollen.

"Verschlüsselung, die wir Idioten bedienen können"

Vom Chaos Computer Club meldete sich auch der Sprecher Frank Rieger zu Wort, der mit dem Journalisten Jeff Jarvis über Verschlüsselung sprach. Regierungen müsse man zu Transparenz zwingen, so Rieger. Überhaupt sollte man alles, wenn nur irgend möglich, immer verschlüsseln. Die Technik der Verschlüsselung müsse sich aber noch etwas weiterentwickeln. "Gebt uns eine Verschlüselung, die wir Idioten auch bedienen können – und vielleicht noch eine ordentliche Anleitung, die Anoymität zu wahren", sagt der CCC-Sprecher weiter.

Am Montag und Dienstag wird es auch weitere Panels und Sessions zu Themen rund um PRISM und Datenschutz geben. (red, derStandard.at, 20.1.2014)

  • Bei der DLD werden auch Datenschutz und Privatsphäre besprochen

    Bei der DLD werden auch Datenschutz und Privatsphäre besprochen

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