Obama äußert sich skeptisch zu Nahost-Friedenschancen

20. Jänner 2014, 13:59
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Laut "New Yorker"-Chefredakteuer auf "kleiner als 50:50" geschätzt

New York - US-Präsident Barack Obama hat sich anders als Außenminister John Kerry skeptisch über die Chancen eines Friedensabkommens zwischen Israel und den Palästinensern geäußert.

Obama halte die Erfolgsaussichten für "kleiner als 50:50", schrieb der Chefredakteur des Magazins "The New Yorker", David Remnick, in einem am Montag in der Online-Ausgabe veröffentlichten umfangreichen Artikel über den US-Präsidenten.

"Andererseits (...) könnten wir doch in der Lage sein, den Felsbrocken ein Stück den Berg hinaufzurollen und eventuell dort zu stabilisieren, damit er nicht wieder auf uns zurückrollt", habe Obama hinzugefügt. Dies gelte auch für die US-Bemühungen um eine Beilegung des Bürgerkrieges in Syrien und den Atomkonflikt mit dem Iran.

Kerry, der sich intensiv um eine Friedensregelung zwischen Israel und den Palästinensern bemüht, äußert sich jedoch stets optimistisch. Ihm sei die allgemeine Skepsis bewusst, sagte er bei seinem letzten Nahost-Besuch Anfang des Monats. "Aber mir ist klar, dass wir die verbleibende Kluft überbrücken und eine endgültige Friedensregelung mit zwei Staaten für zwei Völker erzielen können", betonte er.

Kerry strebt eine Rahmenvereinbarung mit den Eckpunkten einer Friedensregelung an, deren Details dann noch auszuhandeln wären. (APA, 20.1.2014)

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