Leserwahl manipuliert: ADAC sieht sich mit Shitstorm konfrontiert

20. Jänner 2014, 13:07
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Automobilclub hatte Leserwahlen manipuliert, nun folgt digitale Empörungswelle

„Meine Kündigung ist raus", „Ich halte nichts vom ADAC", „Lächerlich" – zahlreiche Mitglieder machen auf der Facebook-Pinnwand des größten deutschen Automobilclubs ihrem Ärger Luft. Grund der Aufregung: Die „Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, dass der ADAC die jährliche Leserwahl des „Lieblingsautos" manipuliert hatte. ADAC-Kommunikationschef und Motorwelt-Chefredakteur Michael Ramstetter ist bereits zurückgetreten. 

„Schummel-Tests"

Er hatte eingeräumt, die Zahl der abgegebenen Stimmen falsch angegeben zu haben – nicht aber die Reihenfolge der Ergebnisse. Laut „SZ" munkelt man in der Branche allerdings bereits seit Jahren, dass bei vergangenen Abstimmungen nicht immer das Auto mit den meisten Stimmen gewonnen habe.  Diese Gerüchte werden jetzt in den sozialen Netzwerken massiv verbreitet. User sprechen von „Schummel-Tests" und „peinlich erfolgreichem Lobbyismus". Relativ beliebt ist allerdings auch ein Kommentar, der darauf hinweist, dass die „gelben Engel", also einfache ADAC-Mitarbeiter, nichts für die Manipulationsversuche ihres Management könnten.   (red, derstandard.at, 20.1.2014)

 

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