Eiszeitliche Tierwelt in abgelegenem Gebirge in Zentralasien entdeckt

Ansichtssache26. Jänner 2014, 20:46
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foto: dmitry a. mottl

Eiszeitliche Säugetierwelt in Zentralasien

Die Altai-Sajan-Region in Zentralasien ist ein von der Zeit vergessenes Land. Nicht nur, dass sich die Gebirge, Täler und abgeschiedenen Ebenen seit der letzten Eiszeit kaum verändert haben - aktuelle Beobachtungen lieferten Belege dafür, dass die Säugetier-Zusammensetzung der Region jener vor über 12.000 Jahren in weiten Teilen gleicht. Die tschechische Biologin Věra Pavelková Řičánková und ihre Kollegen von der Südböhmischen Universität České Budějovice erstellten Listen der Säugetier-Populationen in 14 eurasischen Regionen und verglichen sie jeweils mit der bekannten Säugetier-Fauna vor 35.000 bis 12.000 Jahren.

Dabei stellte sich heraus, dass die Zusammensetzung der Säugetierarten im Altai- und Sajan-Gebirge im Westen der Mongolei und Südrussland ziemlich genau jener der letzten Eiszeit entspricht. Heute wie damals findet man dort unter anderem Pferde, Saiga-Antilopen oder Bärenmarder - Artenkombinationen wie diese sind heute nirgendwo sonst auf der Erde zu beobachten, meinen die Forscher. Freilich gibt es einen bedeutenden Unterschied zum eiszeitlichen Säugetierspektrum: Die ausgestorbene Megafauna der damaligen Ära wie Mammut, Wollnashorn oder Riesenhirsch ist auch in den Altai- und Sajan-Gebirgen nicht mehr zu finden. Noch immer sind große Teile der Region weitgehend unerforscht. "Die Region könnte daher noch einige Überraschungen für uns bereit halten," meint Pavelková Řičánková.

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