Hans Mahr gibt Anteile und Herausgeberjob von "Falstaff" Deutschland ab

21. Jänner 2014, 14:19
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n-tv-Moderator Christoph Teuner wird neuer Herausgeber mit fünf Prozent - Eigentümer Rosam kündigt für Herbst Expansion in die Schweiz an

"Falstaff"-Eigentümer Wolfgang Rosam will mit seinem Wein-, Gastro- und Reisemagazin nach Österreich und Deutschland auch in die Schweiz expandieren. In Deutschland verabschiedet sich nun Medienberater und Feinschmecker Hans Mahr nach drei Jahren als Herausgeber und Gesellschafter vom deutschen "Falstaff". Die Chemie zwischen Rosam und Mahr dürfte nicht mehr ganz gestimmt haben, sagen Menschen, die das wissen sollten.

Neuer Herausgeber dort wird Christoph Teuner (50), im Hauptberuf weiter Moderator von n-tv und Gastro-Autor bei "Zeit" und "Welt", erklärt Rosam im Gespräch mit dem STANDARD. Neuer Chefredakteur von "Falstaff" Deutschland ist der Weinpublizist Ulrich Sautter, der bisher für mehrerer deutsche Gourmetmagazine, darunter den "Feinschmecker" schrieb.

Mahr hielt 15 Prozent am deutschen Falstaff, die offenbar zurück an Rosam gingen. Künftig hält Rosam 85 Prozent am deutschen Falstaff, Geschäftsführerin Ursula Haslauer zehn und Teuner fünf Prozent.

Das 2010 in Deutschland gestartete Gourmet- und Weinmagazin soll 2014 statt bisher sechs- nun achtmal erscheinen, sagt Rosam, dessen Rosam Change Communications einer der größten PR- und Kommunikationsagenturen Österreichs ist: "Wir erhöhen die Schlagzahl."

Als Ziel hat er sich vorgenommen, den Platzhirsch "Feinschmecker" ein- und womöglich zu überholen. "Das wird noch ein wenig dauern", räumt er ein. Vorgenommen hat er sich "in den nächsten drei Jahren eine halbe Million Leser". Noch heuer will er "den Breakeven schaffen" (ohne diese Erwartung geografisch zu präzisieren - in Österreich dürfte das jedenfalls gelingen).

Das Magazin nimmt nun an der deutschen Auflagenkontrolle IVW teil . Rosam berichtet von 36.000 verkauften Heften und 58.000 Stück Druckauflage. Das entspreche "rund 300.000 Lesern in Deutschland", sagt er.

Magisterarbeit über Weinindustrie

Teuner, Jahrgang 1963, begann 1987 bei Tele 5 in München und parallel beim Bayerischem Rundfunk. Er studierte in München Politikwissenschaft, Amerikanistik und Werbepsychologie. Seine Magisterarbeit schrieb er über die Weinindustrie in Kalifornien und ihre politischen Probleme mit radikalen Alkoholgegnern.

1992 wechselte er nach Köln zu RTL. Dort war Teuner stellvertretender Anchorman des Nachrichtenflaggschiffs "RTL Aktuell". Fünf Jahre später ging Christoph Teuner zu Deutsche Welle TV nach Berlin. Danach arbeitete er als Anchorman von CNN Deutschland und Reporter für CNN International. Nach einem kurzen Engagement bei Sat.1 kam Teuner laut Sender im März 2000 zu n-tv.

Teuner wird mit Ursula Haslauer, schon bisher geschäftsführende Gesellschafterin von Falstaff Deutschland, "die Herausgeberschaft führen", sagt Rosam.

Von "Krone" bis Red Bull

Mahr berät österreichische und internationale Medien, darunter "Krone" und Red Bull. Für die "Krone" etwa erarbeitet er wie berichtet - insbesondere digitale - Zukunftsstrategien. (fid, derStandard.at, 21.1.2014)

  • Neuer "Falstaff"-Herausgeber: Christoph Teuner, im Hauptberuf n-tv-Moderator. Schrieb seine Diplomarbeit über die Probleme der kalifornischen Weinindustrie.
    foto: n-tv

    Neuer "Falstaff"-Herausgeber: Christoph Teuner, im Hauptberuf n-tv-Moderator. Schrieb seine Diplomarbeit über die Probleme der kalifornischen Weinindustrie.

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