Europas Innenstädte werden Investoren zu teuer

20. Jänner 2014, 09:42
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Experte lobt Wien für den vorbildhaften Umgang mit Entwicklungsprojekten - Im ersten Bezirk ist der Preisplafond erreicht

Immobilien in Top-Innenstadtlagen in Städten wie London, Paris oder München sind überbewertet, finden sechs von zehn professionellen Investoren. Zudem sind attraktive Objekte immer schwerer zu finden. Viele weichen deshalb auf sogenannte 1B-Lagen am Rand von Metropolen oder in mittelgroße Städte aus, ergab eine Studie von PwC und Urban Land Institute (ULI).

Mehr Risiko gefordert

Der Wettbewerbsdruck, der dadurch entsteht, lasse gleichzeitig die Risikobereitschaft steigen, wie die schnelle Erholung der Immobilienmärkte in Irland und besonders in Spanien zeige, so Wolfgang Vejdovsky, Immobilienexperte bei der Beratungsgesellschaft PwC, in einer Aussendung. Von einer Blase will er aber nicht sprechen.

PwC und ULI haben 500 internationale Experten zu Immobilieninvestments in verschiedenen Städten befragt. Bei der Ertragseinschätzung katapultierte sich Dublin vom 20. Rang im Vorjahr auf den 2. Platz. Nummer 1 war München, Nummer 3 Hamburg, gefolgt von Berlin, London, Zürich und Istanbul.

Lob für Seestadt Aspern

Wien rutschte einen Platz nach oben und landete auf Rang 12. Die Investmentaussichten für die Bundeshauptstadt wurden sogar als "gut" eingeschätzt. Was Entwicklungsprojekte wie zum Beispiel die Seestadt Aspern betrifft, bekommt Wien Lob vom Experten. Die Art, wie Wien mit Umweltthemen oder der demografischen Entwicklung umgehe, lasse die Lebensqualität steigen und mache die Stadt bei internationalen Investoren immer beliebter, sagte Vejdovsky. In Österreich gebe es ein gutes Gleichgewicht zwischen freiem Markt und Regulierung. "Die knallen nicht irgendwo ein Entwicklungsprojekt hin."

Puncto Preise sieht Vejdovsky den Plafond in der Innenstadt erreicht. In anderen Bezirken, die aufgewertet werden, gebe es noch einen gewissen Spielraum nach oben. (APA, 20.1.2014)

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