Zehn Tote bei Anschlag der Taliban in Pakistan

20. Jänner 2014, 09:26
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Angriff nahe Armeehauptquartier in Rawalpindi - Ministerpräsident reist aufgrund der Terroranschläge nicht zum Weltwirtschaftsforum nach Davos

Islamabad - Bei einem Bombenanschlag nahe dem Hauptquartier der pakistanischen Armee in der Garnisonsstadt Rawalpindi sind am Montag mindestens zehn Menschen getötet worden. Bei dem Anschlag auf einem Markt rund einen Kilometer vom Armeehauptquartier entfernt gab es zudem 20 Verletzte, wie die Polizei mitteilte. Ein Sprecher der radikalislamischen Rebellenbewegung der Taliban bekannte sich zur Tat.

Der Attentäter sei auf einem Motorrad in einen Kontrollpunkt gefahren und habe sich dort in die Luft gesprengt. Unter den Toten seien auch sieben Soldaten. Die Wucht der Explosion war so groß, dass noch in mehreren Hundert Metern Entfernung Fensterscheiben zerbarsten.

Anschlag auch am Sonntag

Erst am Sonntag waren im unruhigen Nordwesten des Landes bei einem Selbstmordanschlag auf einen Militärkonvoi mindestens 20 Soldaten getötet worden. Es war einer der blutigsten Angriffe auf die Streitkräfte in den vergangenen Jahren. Zu dem Anschlag in der Stadt Bannu unweit der Grenze zu den autonomen Stammesgebieten von Waziristan bekannte sich ebenfalls die pakistanische Taliban-Bewegung. Ein Sprecher sagte, es sei Teil ihres Kampfes gegen das "säkulare System".

Wegen der Terrorakte sagte Ministerpräsident Nawaz Sharif seine Reise zum dieswöchigen Weltwirtschaftsforum im Schweizerischen Davos ab. Die Aufständischen haben ihre Angriffe seit der Wahl Sharifs im Mai 2013 verstärkt. (APA, 20.1.2014)

  • Sicherheitskräfte nahe des Anschlagortes in Rawalpindi.
    foto: reuters/zohra bensemra

    Sicherheitskräfte nahe des Anschlagortes in Rawalpindi.

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