Viel Neues von der Stellung bis zum Abrüsten

19. Jänner 2014, 17:16
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Die Reform des Wehrdienstes darf bloß 30 Millionen Euro kosten

 Wien - Mit 180 Neuerungen und 30 Millionen will Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) ab heuer für die 22.000 Burschen, die pro Jahr für sechs Monate einrücken, den Grundwehrdienst ansprechender machen. Die einfacheren Änderungen reichen von kostenlosen Badeschlapfen bei der Stellung über WLAN in den Kasernen bis hin zu Fragebögen zur Zufriedenheit der Rekruten, die nach ihrem Abrüsten penibel ausgewertet werden.

Weniger Funktionssoldaten

Kern der Reform ist jedoch, dass der Anteil der Funktionssoldaten, die in Küchen und Amtsstuben schuften müssen, drastisch reduziert wird. Anstatt nur 40 Prozent der Präsenzdiener sollen 60 Prozent Erfahrungen bei der Truppe sammeln - und dort dürfen sie dann selbst entscheiden, worauf sie sich nach der Basisausbildung und einer Einführung in die Katastrophenhilfe konzentrieren.

Zur Auswahl stehen: Inlandsaufgaben, zu denen Grenzsicherung und Objektschutz zählen, Cyber-Sicherheit sowie ein "militärisches Berufspraktikum" (für Systemerhalter) und die "militärische Spezialisierung" (für angehende Kadersoldaten und Blauhelme). Beim Erproben von Wahlmodulen entschieden sich die meisten übrigens fürs Schießen - erst dann folgte Sporteln und - weit abgeschlagen - der Kurs für Erste Hilfe. (nw, DER STANDARD, 20.1.2014)

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