Kirchen an Regierung: Nehmt mehr Syrien-Flüchtlinge auf

19. Jänner 2014, 13:17
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Kirchenrat fordert, dass Regierung Kontingent verdoppelt - von 500 auf 1000 Flüchtlinge

Wien - Nach Caritas-Präsident Michael Landau appellieren nun die christlichen Kirchen in Österreich an die Bundesregierung, deutlich mehr Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen. Statt 500 Flüchtlingen sollte Österreich die Zahl der aufzunehmenden Syrien-Flüchtlinge auf "wenigstens 1.000" erhöhen, heißt es laut KathPress in einer Aussendung des "Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich" (ÖRKÖ) am Sonntag.

"Gute Tradition fortsetzen"

Mit einem solchen Schritt würde Österreich die "gute Tradition" fortsetzen, "die sich etwa auch bei der Aufnahme der vietnamesischen Bootsflüchtlinge und der Kriegsflüchtlinge aus Bosnien gezeigt hat", heißt es in der Aussendung weiter. Zugleich rief der ÖRKÖ die Regierung auf, "Maßnahmen zur raschen Integration der Flüchtlinge aus Syrien zu ergreifen", insbesondere im Bereich der Wohnraumbeschaffung.

"In Syrien herrscht seit fast drei Jahren ein blutiger Krieg, der bisher rund 100.000 Opfer gefordert hat. Millionen von Menschen mussten ihre Heimstätten verlassen; vor allem die Kinder und Jugendlichen, denen eine menschenwürdige Zukunft vorenthalten wird, leiden furchtbar", heißt es in der Aussendung. In dieser Situation seien alle Christen aufgerufen, "sich im Gebet für den Frieden und eine sofortige Waffenruhe in Syrien zu vereinen, damit die so notwendige humanitäre Hilfe endlich die Not leidenden erreichen kann." #

Papst appelliert

Auch der Papst hat beim Angelus-Gebet am Sonntag die Länder zur Aufnahme von Migranten aufgerufen. Anlässlich des Migrantentags rief Franziskus die Flüchtlinge auf, nicht die Hoffnung zu verlieren. "Ich wünsche Euch, in Frieden in den Ländern zu leben, die Euch aufnehmen, und die Werte Eurer Herkunftsländer zu behüten", erklärte der Papst.

Franziskus rief zu einem Haltungswandel der westlichen Welt gegenüber Migranten und zu einem entschlossenerem Vorgehen gegen Menschenhändler auf. Er dankte den Menschen, die sich zum Schutz von Flüchtlingen und Migranten einsetzen. (APA, 19.1.2014)

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