Knochen von mittelalterlichem König in Kiste gefunden

17. Jänner 2014, 19:06
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Archäologen noch nicht sicher, ob das Fragment von Alfred dem Großen oder seinem Sohn Eduard stammt

Winchester - Archäologen haben im englischen Winchester möglicherweise wiedergefunden, was lange als verschollen galt: Die Gebeine Alfreds des Großen, des 899 gestorbenen Königs der West-Sachsen, der sich selbst zum König der Angelsachsen erklärt hatte. Experten sind seit längerem auf der Suche nach dem Grab des Königs, der vor allem für seinen Widerstand gegen die Wikinger bekannt ist und die Grundlagen für einen vereinigten englischen Staat legte.

Bei einer Ausgrabung auf dem Friedhof des ehemaligen Benediktinerklosters Hyde Abbey wurden im Jahr 1999 verschiedene Knochenreste gefunden. Allerdings hielt man sie für deutlich jünger als aus Alfreds Zeit und lagerte sie im Stadtmuseum von Winchester ein. In einer Kiste lag auch ein Hüftknochen, der einer neuerlichen Analyse zufolge aus Alfreds Zeit stammt und zu einem Mann in Alfreds Alter gehört haben muss. Dieses Fragment dürfte entweder von Alfred oder aber von seinem Sohn Eduard dem Älteren stammen, teilte die Universität Winchester mit.

Und es könnte dazu führen, dass nach all der langen Zeit tatsächlich die vollständigen sterblichen Überreste Alfreds des Großen gefunden werden. Die Forscher fordern nun weitere Grabungen an der Stelle, von der das Knochenfragment stammt. (APA/red, derStandard.at, 17. 1. 2014)

  • Dieses Knochenstück sorgt in England gerade für Furore. Alfred der Große war eine bedeutende Figur der englischen Geschichte und in ihrem Verlauf der einzige König, der den Beinamen "der Große" erhielt.
    foto: apa/epa/joe low

    Dieses Knochenstück sorgt in England gerade für Furore. Alfred der Große war eine bedeutende Figur der englischen Geschichte und in ihrem Verlauf der einzige König, der den Beinamen "der Große" erhielt.

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