Umzug des Schmerzes: Thaipusam-Fest in Singapur

Ansichtssache17. Jänner 2014, 17:03
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Jedes Jahr zum Vollmond des tamilischen Monats Thai, der heuer auf den 16. Jänner fiel, zelebriert die Volksgruppe der Tamilen das hinduistische Thaipusam-Fest.

Die Umzüge widmen sich zum einen dem Geburtstag der Gottheit Murugan - dem jüngsten Sohn von Shiva und Parvati - zum anderen gedenkt man der Übergabe einer Vel (Lanze) von Parvati an Murugan, zum Kampf gegen den Dämonen Soorapadman. Das Fest wird im Süden von Indien, in Malaysia und Singapur gefeiert. Die folgenden Fotos stammen aus Singapur.

Selbstkasteiung ist ein zentrales Thema der feierlichen Umzüge. Die Pilger tragen schwere, reich verzierte Gestelle aus Metall - sogenannte "Kavadis" - als Sinnbild der Bürde. Mit zahlreichen Spitzen versehen drücken sie schmerzhaft auf Brust, Kopf, Schultern und Rücken.

Körperteile sind von Haken durchbohrt, an denen die zeremoniellen Gegenstände - darunter auch Orangen - hängen. Durch die Wangen oder die Zunge sind Vel-Spieße gesteckt. Vor dem Umzug werden die Pilger von Priestern in Trance versetzt. (red, derStandard.at, 17.1.2014)

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foto: epa/how hwee young
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