Mehr Polizzen gegen Cyber-Crime

17. Jänner 2014, 18:41
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Laut einer internationalen Umfrage der Allianz rückt die Angst vor IT-Ausfällen und IT-Attacken immer weiter vor, Wirtschaftskriminalität scheint zuzunehmen

Eine weltweite Umfrage der Allianz in 33 Ländern zu den Top-Unternehmensrisiken 2014 zeigt: Betriebsunterbrechungen, Naturkatastrophen und Brände sind die bedrohlichsten Risiken aus Sicht der Unternehmen. IT- und Cyber-Risiken befinden sich erstmals unter den Top zehn. In Österreich liegen Naturkatastrophen auf Rang eins der größten Unternehmerrisiken.

"Neben altbekannten Risiken wie Feuer und Naturkatastrophen müssen sich Unternehmen zunehmend mit Betriebsunterbrechungen und Cyberkriminalität beschäftigen", kommentiert Werner Müller, Vorstand und Chief Risk Officer der Allianz-Gruppe in Österreich. Aufgrund aktueller Entwicklungen, Lagerzeiten möglichst kurz zu halten, auf Nachfrage zu produzieren und Produkte global zu beziehen, gelten Betriebs- und Lieferkettenunterbrechungen zum zweiten Mal in Folge mit 43 Prozent als das weltweit größte Geschäftsrisiko. Diese machen mittlerweile mehr als die Hälfte aller globalen Sachschäden (rund 26 Milliarden Dollar) aus. Naturkatastrophen gelten als das zweitgrößte Risiko (33 Prozent). Auf Rang drei befindet sich wie schon 2013 mit 24 Prozent die Gefährdung durch Feuer und Explosionen. Das Risiko "Änderungen in der Gesetzgebung und Regulierung" rangiert wie zuletzt auf Position 4 (21 Prozent). Reputationsschäden machen innerhalb der zehn größten Unternehmerrisiken einen Sprung um vier Plätze hinauf und gelten aktuell als die sechstgrößte Gefahr (15 Prozent). Erstmals unter den weltweiten Top zehn befinden sich IT- und Cyber-Risiken, Diebstahl ist ebenfalls neu unter den zehn weltweit größten Unternehmerrisiken.

Eurozone

Im Gegensatz dazu hat die Angst vor einem Zusammenbruch der Eurozone abgenommen: War dieses Risiko zuletzt noch auf dem neunten Rang platziert, so ist es in der aktuellen Allianz-Umfrage mit drei Prozent nur noch auf Platz 21 zu finden. Unverändert auf dem 26. und letzten Platz befindet sich das Risiko der Deflation (ein Prozent).

Naturkatastrophen (43 Prozent) werden in Österreich (nach den Hochwassern) als das größte Geschäftsrisiko gesehen, die Angst vor einem Zusammenbruch der Eurozone hat sich hierzulande etwas gelegt. Internet-Attacken rücken auch in Österreich weiter auf. (red, DER STANDARD, 18./19.1.2014)

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