Stronach bleibt vorerst Parteiobmann

17. Jänner 2014, 13:16
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Sie "gehe davon aus, dass er Obmann bleibt", sagt Vizeparteichefin Kathrin Nachbaur

Fuschl - Wann sich Frank Stronach vollständig aus der Politik zurückziehen wird, ist weiterhin unklar. "Ich gehe davon aus, dass er Obmann bleibt", sagte die stellvertretende Parteichefin Kathrin Nachbaur am Freitag bei einer Pressekonferenz anlässlich der Neujahrsklausur in Fuschl bei Salzburg.

Dass Stronach sein Nationalratsmandat bald an den Chef der burgenländischen Landespartei, Rouven Ertlschweiger, abgeben wolle, habe nichts damit zu tun, dass er sich aus der österreichischen Politik zurückziehe, so Nachbaur. Das weitere Prozedere soll in der nächsten Woche mit dem Parteigründer besprochen werden. Ob sie im Fall eines vollständigen Rückzugs von Stronach selbst die Parteiführung übernehmen würde, ließ Nachbaur offen. "Das werden wir im Team diskutieren. Die Bereitschaft haben wir alle."

"Name als Marke"

Auch der Name der Partei war bei der Arbeitsklausur ein Thema. Dieser soll offenbar beibehalten werden, auch wenn sich Stronach immer mehr aus der österreichischen Politik entfernt. "Sofern Frank Stronach bereit ist, seinen Namen als Marke zur Verfügung zu stellen, der für Wirtschaftskompetenz steht", sagte die stellvertretende Parteichefin. Die Abwesenheit des Milliardärs bei der Klausur stellt für die Partei offenbar kein Problem dar. "Er war auch nicht bei jeder Magna-Managementsitzung dabei", sagte Nachbaur.

Bei der zweitägigen Arbeitsklausur würden sich die 28 Teilnehmer aus der Bundespartei und den Länderorganisationen vor allem mit Inhalten beschäftigen, hieß es. Die Partei habe fünf Sofortmaßnahmen in ihrem Arbeitsprogramm erstellt, die Steuervereinfachung und Steuersenkung sowie einen Bürokratieabbau und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit beinhalten.

Das Team Stronach würde gerne bei der EU-Wahl antreten. Zumindest ist der Wunsch da, aber eine Entscheidung gibt es aber noch nicht. "Ich hoffe sehr, dass wir antreten", sagte Nachbaur. Das Risiko, die Kandidatur und das Budget müssten aber "stimmig" sein. (APA, 17.1.2014)

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