Reisbauern proben Aufstand gegen Thailands Regierung

17. Jänner 2014, 11:48
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Versprochene Subventionsgelder nicht erhalten: Tausende protestieren im Norden und Osten des Landes

Bangkok - Die thailändische Regierung gerät jetzt auch vonseiten ihrer bisher treuen Anhänger, den Reisbauern, unter Druck. In verschiedenen Landesteilen, vor allem im Norden und Osten, protestierten Tausende von ihnen. Sie veranstalteten Straßenblockaden und belagerten Amtsgebäude. Die Bauern fordern die Auszahlung von Geldern, die ihnen die Regierung als Subvention versprochen hatte.

Wie die "Bangkok Post" am Freitag berichtete, beklagen viele Reisbauern, dass sie seit vier Monaten auf die Zahlungen warteten. Sie hätten kein Geld, um aufgenommene Kredite zurückzahlen zu können.

Wahlversprechen

Die Pheu-Thai-Partei von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra hatte 2011 die Wahlen unter anderem mit dem Versprechen gewonnen, den Bauern höhere als marktübliche Preise für den Reis zu zahlen. Wegen der Verteuerung des Grundnahrungsmittels verlor Thailand seinen ersten Platz als Reisexporteur an Indien.

Die Regierungsgegner werfen Yingluck wegen der Reissubventionen die Verschwendung von Steuergeldern und Stimmenkauf vor.

Am Donnerstag kündigte die Anti-Korruptionsbehörde NACC an, wegen der Reissubventionspolitik der Regierung Ermittlungen einzuleiten. Es bestehe der Verdacht, Yingluck habe in "krimineller Weise" ihre Pflichten als Vorsitzende des Nationalen Reiskomitees vernachlässigt, hieß es.

Unter anderem geht es um ein undurchsichtiges Geschäft zum Export von Reisüberschüssen nach China. Die NACC hat bereits den früheren Handelsminister und mehr als ein Dutzende Beamte ins Visier genommen. Sollte Yingluck für schuldig befunden werden, müsste sie zurücktreten. (APA, 17.1.2014)

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