Leitbörsen in Fernost schließen schwächer

20. Jänner 2014, 12:52
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Chinas Wirtschaftswachstum auf niedrigem Vorjahresniveau

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag belastet von schwachen Wirtschaftsdaten aus China schwächer geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um moderate 92,78 Zähler oder 0,59 Prozent auf 15.641,68 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor 204,40 Zähler (minus 0,88 Prozent) auf 22.928,95 Einheiten. Der Shanghai Composite gab 13,70 Punkte oder 0,68 Prozent auf 1.991,25 Punkte ab.

Mit leichten Verlusten schlossen auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.128,79 Zählern mit einem Minus von 18,54 Punkten oder 0,59 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor minimale 8,8 Zähler oder 0,17 Prozent auf 5.307,60 Einheiten.

Bestimmendes Thema zu Wochenbeginn waren die Daten zum Wirtschaftswachstum in China. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt vermeldete im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge einen Zuwachs von nur 7,7 Prozent zum Vorjahr erwirtschaftet zu haben. Zuletzt war ein ähnlich niedriges Wirtschaftswachstum im Jahr 1999 erzielt worden. Das von der Regierung selbst vorsichtig gesteckte Wachstumsziel von 7,5 Prozent wurde dennoch leicht übertroffen.

Die Industrieproduktion in China deutete ebenfalls eine leichte Abkühlung der Konjunktur an. Sie wuchs nur mit 9,7 Prozent, nachdem 2012 noch zehn Prozent erreicht worden waren. Ein Marktstratege berichtete über einen verhaltenen Start der asiatischen Märkte in das Jahr 2014, die in nächster Zeit ökonomischen Gegenwind erwarten müssen. Besonders in den nächsten Wochen könne mit der US-Berichtssaison Bewegung in die Märkte kommen.

In Japan lastete ein erneut gegenüber dem US-Dollar fester notierender Yen auf dem Gewinnausblick exportorientierter Unternehmen und drückte somit deren Aktien ins Minus. Olympus fielen um 2,83 Prozent auf 3.095 Yen, während Fujitsu-Titel sich ebenfalls um klare 2,03 Prozent auf 530 Yen ermäßigten. Die Aktien des Automobilherstellers Mitsubishi sackten um 3,75 Prozent auf 1.232 Yen ab.

Der Spielkonsolen-Riese Nintendo vermeldete enttäuschende Absatzzahlen der Wii U und senkte den prognostizierten Jahresabsatz um zwei Drittel. Beim Ergebnisausblick kündigte der Konsolen-Hersteller einen operativen Verlust für das Jahresende (per 31. März) an. Nintendo verbilligten sich um deutliche 6,15 Prozent auf 13.745 Yen.

Zulieferunternehmen von Nintendo notierten ebenfalls von dem schlechten Ausblick belastet. Hosiden-Papiere verloren 6,35 Prozent und notierten bei 560 Yen. Mitsumi Electric fielen um 4,29 Prozent auf 781 Yen.

Nach den schlechten Konjunkturdaten fielen die Titel der Industrial & Commercial Bank of China in Hongkong um 2,05 Prozent auf 4,78 Hongkong Dollar.

In Seoul profitierten die Aktien von Ssangyong Motor von der angekündigten Investition des Haupteigentümers Mahindra & Mahindra. Eine Investition in Höhe von einer Billion Won soll für die Entwicklung neuer Modelle und Anstellung neuer Angestellter genutzt werden. Ssangyong Motor stiegen um 1,38 Prozent auf 8.060 Won. (APA, 20.1.2014)

 

 

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