Atomkraft: Rupprechter kritisiert Ungarn

16. Jänner 2014, 21:37
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Gemeinsame Initiative auf EU-Ebene, die Treibhausgase um 40 Prozent zu senken

Wien - Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) kritisiert nicht nur das Bodengesetz Ungarns, sondern auch dessen Ausbau der Atomkraft: "Wenn Nachbarn im Osten glauben, mit russischem Geld in Atomkraft investieren zu müssen, ist das der falsche Weg", so Ruppreter am Donnerstag am Rande der Biomassekonferenz in Graz.

Er bekannte sich auch zu einer Verringerung der Treibhausgase um 40 Prozent bis 2030 im Verhältnis zu 1990, wenn man die Energieeffizienz berücksichtige. Das würde laut einer Studie weniger als 0,7 Prozent der Wirtschaftskraft mehr kosten als das bisherige Ziel, den Ausstoß bis 2020 um 20 Prozent zu verringern.

Im Vergleich zum Jahr 2011 sanken in Österreich 2012 die CO2-Werte um 3,3 Prozent. Der Zielwert für die Kioto-Periode (2008 bis 2012) wurde mit einem Gesamtausstoß von 415,9 Millionen Tonnen aber deutlich überschritten. Um die Kioto-Verpflichtung zu erfüllen, mussten knapp 70 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalenz - umgerechnet etwa 500 Millionen Euro - als Zertifikate eingesetzt werden.

Österreich solle "Umweltvorreiter Europas" werden, dazu bedürfe es frühzeitiger Ziele: "Nur so können wir unseren Kindern die Welt in gleich gutem oder sogar besserem Zustand übergeben." Um die Kioto-Ziele für 2013 bis 2020 ohne Zertifikate zu erreichen, müssten Treibhausgase reduziert und erneuerbare Energieträger und Energieeffizienz ausgebaut werden.  (red, DER STANDARD, 17.1.2014)

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