Linzer Medizin-Fakultät: Ausbildung kommt im Bachelor-Master-System

16. Jänner 2014, 15:36
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Studie dürfen nur mehr nach Bologna-Modell eingerichtet werden

Wien - Die geplante Medizin-Fakultät an der Uni Linz wird die Ärzteausbildung anders als die drei öffentlichen Medizin-Unis in Wien, Graz und Innsbruck im Bachelor-Master-System anbieten. Grund ist ein Passus im Universitätsgesetz, aufgrund dessen neue Studien mittlerweile nur mehr nach dem Bologna-Modell eingerichtet werden können. Abgeschlossen wird das Master-Studium mit dem "Dr.med.univ."

In Wien, Graz und Innsbruck wird das Medizin-Studium noch als Diplomstudium mit der Mindestdauer von zwölf Semestern angeboten. Zwischenabschlüsse sind keine vorgesehen. In Linz soll sich an eine sechssemestrige Bachelor-Ausbildung ein ebenfalls sechssemestriges Master-Studium anschließen. Mit dem Bachelor-Abschluss könne man vorerst vom Berufsbild her nichts anfangen, hieß es aus der Uni.

Kein Problem mit einem Bachelor-Master-Studium sieht man in der Ärztekammer. Mit dem Master-Abschluss nach zwölf Semestern seien sämtliche EU-Vorgaben für die Ärzteausbildung erfüllt.

Universitäten wollen mehr Geld

Unterdessen pochte die Universitätenkonferenz (uniko) auf die Einhaltung der Zusagen, die die Regierung der Hochschulkonferenz gegeben hat. Dies betreffe nicht nur die Finanzierung des tertiären Sektors, sondern auch eine einfache und transparente Regelung des klinischen Mehraufwandes, die Untersuchung möglicher Auswirkungen auf die Quotenregelung, die Einsetzung einer Gründungskommission und die Begleitung durch den Wissenschaftsrat, so Heinrich Schmidinger, Chef der Universitätenkonferenz, in einer Aussendung. "Wir haben im August letzten Jahres zu diesen fixierten Punkten auch die verbindliche Zusage vereinbart, dass in der nächsten Gesetzgebungsperiode zusätzliche Mittel für Universitäten ab dem Jahr 2016 bereitgestellt werden."

Auch die HochschülerInnenschaft (ÖH) fordert nach den Versprechungen jetzt Taten. Das von der Regierung abgegebene Bekenntnis zum Ausbau des tertiären Bildungssektors scheine als netter Zier-Beisatz verwendet zu werden, um die kommenden Investitionen in Linz zu legitimieren. "Tatsache ist aber, dass laut aktuellem Budgetvorschlag im Wissenschaftsbereich 8,44 Prozent eingespart werden müssen." (APA, 16.1.2014)

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