Vernichtung syrischer Chemiewaffen wird länger dauern

16. Jänner 2014, 12:33
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OPCW-Chef: Bisher nur kleine Mengen an Chemiewaffen verladen

Rom - Die Beseitigung der syrischen Chemiewaffen wird nach Einschätzung der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) wohl nicht in der geplanten Frist abgeschlossen sein. Wahrscheinlich würden bis Ende Juni die gefährlichsten Bestandteile des syrischen Chemiewaffen-Arsenals noch nicht alle abtransportiert und vernichtet sein, sagte OPCW-Chef Ahmet Üzümcü am Donnerstag in Rom, wo er die italienische Regierung über den Prozess informierte. Die Menge von Chemiewaffen, die bislang zur Verladung in einem syrischen Hafen angekommen sei, sei nicht sehr groß. Er gehe aber davon aus, dass es in den nächsten Wochen schneller vorangehe.

Die syrische Regierung hatte auf internationalen Druck nach einem Chemiewaffenangriff im August nahe Damaskus der Vernichtung seiner Giftgasbestände zugestimmt, um einem US-Militärschlag zu entgehen. Bis Juni soll das gesamte Arsenal von offiziell 1300 Tonnen zerstört werden. Es gibt aber erhebliche Verzögerungen, weil die Chemiewaffen inmitten der Kämpfe zwischen Regierung und Opposition zunächst an die Küste und dann außer Landes gebracht werden müssen. (Reuters, 16.1.2014)

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