Favoriten siegen, Del Potro lässt aus, Kritik an Hitze

16. Jänner 2014, 11:00
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Federer als erster Spieler bei den Australian Open mit siebzig Siegen - Scharapowa ist mit der Informationspolitik der Offiziellen nicht einverstanden - Del Potro überraschend ausgeschieden

Rafael Nadal (ESP/1) und Roger Federer (SUI/6) sind im Eiltempo in die dritte Runde der Australian Open eingezogen. Nadal gewann gegen den 17 Jahre alten Australier Thanasi Kokkinakis 6:2, 6:4 und 6:2, Federer bezwang Blaz Kavcic aus Slowenien 6:2, 6:1 und 7:6 (4). Der Schweizer hat mit seinem Erfolg seinen 70 Sieg in Melbourne gefeiert, womit er Rekordhalter ist.

Nadal trifft in der dritten Runde am Samstag auf Gael Monfils (FRA/25), Federer bekommt es mit Teymuraz Gabaschwili (RUS) zu tun. Die beiden Ausnahmespieler des vergangenen Jahrzehnts kamen am bislang heißesten Turniertag in Melbourne in den Genuss, jeweils unter einem geschlossenen Dach zu spielen. Die Organisatoren hatten bei bis zu 43,9 Grad im Schatten die "Extreme Heat Policy" (EHP) in Kraft gesetzt. Die Spiele auf den Außenplätze wurden für vier Stunden unterbrochen, die Dächer über der Rod-Laver- und Hisense-Arena zugefahren.

Ausgeschieden ist hingegen Juan Martin del Potro. Der Weltranglistenfünfte muss bereits nach der zweiten Runde den Heimweg antreten. Del Potro unterlag in der Nacht zu Freitag (Ortszeit 1.20 Uhr) dem Spanier Roberto Bautista Agut nach 3:53 Stunden 6:4, 3:6, 7:5, 4:6, 5:7. Del Potro hatte 2011 die US Open in New York gewonnen und galt beim ersten Grand Slam des Jahres als Mitfavorit.

Maria Scharapowa hat nach einem Marathon-Match in der Mittagshitze die Informationspolitik der Offiziellen kritisiert. "Niemand weiß, was das Limit ist, kein Spieler, nicht einmal die Physios, wenn man sie fragt", sagte die Russin, die sich im bislang längsten Damen-Match des Turniers nach 3:28 Stunden mit 6:3, 4:6, 10:8 gegen Karin Knapp aus Italien durchgesetzt hatte.

"Es gibt viele offene Fragen, die geklärt werden sollten", sagte die 26-Jährige: Wer entscheide, wann die Bedingungen zu extrem werden? "Ich bin nicht sicher, der Schiedsrichter? Oder ein Meteorologe?" Sie habe die Physiotherapeutin des Turniers gefragt, wann das Dach geschlossen werde, "sie hat geantwortet: Darauf haben wir keinen Einfluss".

Kein Verständnis hat Scharapowa außerdem für das starre Festhalten am Zeitlimit zwischen den Ballwechseln: "Überall anders ist das ja okay. Wenn diese Regel die Geschwindigkeit der Spiele erhöht, ist sie absolut in Ordnung. Aber bei den Bedingungen?" Die Melbourne-Siegerin von 2008 hatte eine Verwarnung bekommen, weil sie sich zwischen zwei Ballwechseln zu viel Zeit gelassen hatte. (sid; 16.1.2014)


  • Verägert: Maria Scharapowa.
    foto: apa/epa/castro

    Verägert: Maria Scharapowa.

  • Leicht wechselhafte Bedingungen.
    foto: apa/shrestha

    Leicht wechselhafte Bedingungen.

  • Ausgeschieden: Juan martin del Potro.
    foto: reuters/reed

    Ausgeschieden: Juan martin del Potro.

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