Jackpot geknackt

19. August 2003, 13:47
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Spieler aus der Lombardei gewinnt mit einem Euro 66 Millionen - jetzt wird gerätselt wer der Gewinner ist

Rom - Was über Monate keiner der vielen Systemspieler in Italien schaffte, das gelang am Mittwoch einem Unbekannten in Veduggio con Colzano. In dem 30 Kilometer von Mailand entfernten Ort räumte ein Spieler in der Bar Corona mit einem einfachen Normschein zu einem Euro den Rekordjackpot von 66 Millionen Euro ab.

Rätseln um den Gewinner

Die Nachricht sprach sich im Ort in Windeseile herum, viele Bewohner kamen zum Feiern in die Bar. “Der Sieger bleibt sicher unbekannt“, sagte der Betreiber der Annahmestelle Lorenzo Jeranó. Ich hoffe, dass es ein Gastarbeiter ist – einer der vielen Afrikaner oder Asiaten, die hier arbeiten.“ Das hofft auch Nabove Nava, der Pfarrer von Veduggio. „Ich wünsche mir, dass der Gewinner das Geld verwendet, um Gutes zu tun.“

1500 Lottoscheine wurden in der Bar Corona verkauft, der einzigen Annahmestelle der Gegend, die in der Ferragosto-Woche geöffnet war. „Der Sieger könnte auch aus den Nachbardörfern Carate , Besana oder Renate stammen, dem nahen Geburtsort des Mailänder Erzbischofs Kardinal Dionigi Tettamanzi. Dort waren die Annahmestellen geschlossen“, sagt Jeranó.

Industriegegend

Die Brianza bei Mailand ist eine Industriegegend, in der die Arbeit bei der Bevölkerung schon immer den höchsten Stellenwert hatte. Gut möglich, dass der Gewinner der Rekordsumme im Schraubenwerk Fontana arbeitet, das bei Veduggio 2500 Personen beschäftigt darunter viele Ausländer.

Zwei richtige 5 + 1- Tipps

Die 45. Runde brachte einen Rekord von über 105 Millionen gesetzen Zahlenkombinationen Zwei richtige 5 + 1- Tipps in Misterbianco auf Sizilien und in Rom teilen sich 4 Millionen Euro.

Touristen im Spielfieber

Auf die 92 Fünfer entfallen je 39700 Euro. Den stärksten Zuwachs hatten in der 45. Runde einmal mehr die Grenzregionen zu verzeichnen, in den auch am Mittwoch viele Österreicher ihr Glück versuchten. In Südtirol betrug der Zuwachs 128 Prozent, in der Provinz Udine 83 Prozent. Während in den zu Ferragosto halbleeren Städten die Teilnahme abnahm (Mailand -13 Prozent), stieg sie in Feriengebieten wie am Lago Maggiore um 76 Prozent an.

Größtes je gespieltes System blieb erfolglos

Erneut erfolglos blieb in der Adriastadt Pescara das größte je gespielte System mit 1,5 Millionen Zahlenkombinationen . Mit drei Fünfern, 252 Vierern und 7112 Dreiern konnten die 1250 Spieler nur 40 Prozent des Einsatzes von 750.000 Euro einspielen.

Der bisher höchste Supertenalotto-Gewinn war im Februar 1999 mit 44.6

Millionen Euro in der Provinz Tararnto erzielt worden. (Gerhard Mumelter, DER STANDARD, 14.8.2003)

Von Gerhard Mumelter aus Rom
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