Geringere Absturzgefahr

13. August 2003, 20:58
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ÖsterreicherInnen im EU-Vergleich abgesichert

Die Gefahr, arm zu werden, sei in Österreich geringer als im Durchschnitt der EU, betont Matthias Till, Sozialstatistiker bei der Wiener Caritas. Er beruft sich auf einen länderübergreifenden Vergleich, nach dem in der Alpenrepublik nur 13 Prozent aller Haushalte mit weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens auskommen müssen.

Im Durchschnitt aller 15 Mitgliedstaaten seien es 16, in Portugal 24, in Dänemark und Finnland acht Prozent, setzt Till in Relation. Für ihn "ein Beleg, dass der heimische Sozialstaat funktioniert. Dass hier also viel kaputt zu machen ist."

Anders als "in Österreich, Deutschland und Skandinavien, wo Sozialleistungen nach dem Gießkannenprinzip den raschen Absturz in die Armut verhindern können" gehe man etwa in Großbritannien oder Italien nach dem Treffsicherheitsprinzip vor. Die Nicht-Unterstützung in Fällen, wo eigenes Vermögen - Auto, Haus - existiert, minimiere jedoch die Chance, aus der Armutsfalle wieder heraus zu kommen. (Eva Stanzl, Irene Brickner, DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 14./15.8.2003)

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