Bremer: "Freiheit zählt überall gleich viel"

15. August 2003, 15:26
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Irak-Verwalter verteidigt die Besetzung

Bagdad/Warschau – Der USVerwalter im Irak, Paul Bremer, hat nach zweitägigen Aufständen in Basra und fortwährenden Angriffen auf amerikanische Soldaten die Besetzung des Landes verteidigt. "Die Freiheit zählt genauso viel in Montana wie in Cornwall oder in Indonesien", sagte Bremer.

Ein US-Soldat ist indes nördlich von Bagdad getötet worden, als sein Fahrzeug auf eine Landmine fuhr. Ein weiterer US-Soldat soll bei dem Zwischenfall verletzt worden sein. Eine Mehrheit der Amerikaner unterstützt einer von der Washington Post in Auftrag gegebenen Umfrage zufolge aber weiterhin das militärische Engagement der USA im Irak. 56 Prozent befürworten demnach die Irakpolitik von Präsident Bush, nur 45 Prozent seine Wirtschaftspolitik.

Der Weg der polnischen Truppen in ihre Besatzungszone im Irak ist nach Berichten polnischer Medien mit einigen Hindernissen versehen. Mehrere Dutzend Soldaten eines Konvois, der in der kuwaitischen Wüste unterwegs zu einem Militärlager war, kamen von der Piste ab und verirrten sich, meldete Rzeczpospolita am Mittwoch. Die Fahrer des Konvois klagten über schlechte logistische Vorbereitung, es habe an Wasser und Essen gefehlt.

Polen bestohlen

Zwischenfälle wurden schon zuvor gemeldet. In Fahrzeugen, die von Stettin (Szczecin) in die Golfregion verschifft wurden, fehlten Funkgeräte und persönliches Eigentum von Soldaten, hieß es. Die Militärpolizei habe bereits zwei Verdächtige ermittelt. "Diebe werden nicht mit uns dienen", sagte Oberst Andrzej Wiatrowski, der Sprecher der polnischen Division. Polen soll in einer fünf irakische Provinzen umfassenden Zone mit überwiegend schiitischer Bevölkerung von September an den Wiederaufbau organisieren. (Reuters, dpa)(DER STANDARD, Printausgabe, 14.8.2003)

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    Irak-Verwalter Paul Bremer

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