US-Computerprogramm soll Verbrechen voraussagen

21. August 2003, 07:40
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Personalbedarf und Einsätze könnten gezielter geplant werden

Wenn der Einbrecher kommt, steht die Polizei schon am Haus: Im Extremfall könnte dies der Erfolg eines in den USA entwickelten Computerprogramms sein, das Kriminalitätsraten selbst für kleine Areale voraussagen soll. Personalbedarf und Einsätze könnten gezielter geplant werden, wenn Brennpunkte - etwa auch in der kriminalitätsträchtigen Vorweihnachtszeit - konkreter bekannt wären, berichtet das britische Fachblatt "New Scientist".

Kleindelikte ff.

Informatiker der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh (US-Bundesstaat Pennsylvania) werteten dazu rund sechs Millionen Verbrechen der vergangenen zehn Jahre in Pittsburgh und Rochester (US-Bundesstaat New York) aus. Bei der Datenvernetzung stellte Experte Wilpen Gorr fest, dass auf eine bestimmte Anzahl typischer Kleindelikte wie Vandalismus oder unerlaubtes Betreten von Orten in kurzer Zeit schwerere Straftaten wie Einbrüche folgen.

Fehlerquote

Der Erfolg, des auf diese "kritische Menge" abgestimmten Programms: Über einen Zeitraum von sechs Jahren konnten die Einsatzschwerpunkte von Monat zu Monat bis auf zwei Quadratkilometer genau vorausgesagt werden. Die Fehlerquote im Testlauf lag bei zehn bis 20 Prozent.

In einem Jahr, so hofft Gorr, könnte das System regulär in Polizeistationen zum Einsatz kommen. Eine abendliche Kriminalitätsvorhersage nach den TV-Nachrichten werde es jedoch dennoch nicht geben, sagt Kriminalexperte Don Brown: Das würde den Nutzen schlicht zunichte machen. (APA/dpa)

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