Politisch Motiviertes bei ÖBB und Asfinag

18. August 2003, 19:58
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Berater der damaligen Verkehrsministerin Monika Forstinger kosteten über 200.000 Euro

Wien - Kritisch sieht der Rechnungshof auch die politisch motivierten personellen Umbesetzungen der "Wenderegierung" bei ÖBB und Asfinag: Verantwortlich war die damalige FP-Verkehrsministerin Monika Forstinger.

2001 wurde bei den ÖBB der Aufsichtsrat sowie ein Großteil des Vorstandes ausgetauscht. Dabei wurden Personalberater eingeschaltet, deren Tätigkeit aber nicht mehr zu überprüfen war, da alle Unterlagen vernichtet worden sind.

Die ÖBB kostete der Berater, der für die im August 2001 eingesetzten Vorstände Rüdiger vorm Walde und Ferdinand Schmidt und den wieder bestellten Helmut Hainitz eingeschaltet wurde, 211.600 Euro. Ein zusätzlicher Berater kostete 10.226 Euro.

Ähnlich konfus und kostenintensiv die "Umfärbelung" bei der Autobahnen-und Schnellstraßen Finanzierungs AG (Asfinag): Die Kapitalvertreter des Aufsichtsrats wurden ausgetauscht. Für die Suche neuer Aufsichtsratsmitglieder beauftragte Forstinger im Dezember 2000 einen Personalberater, dem ein Honorar von 65.406 Euro bezahlt wurde. Auch hier gibt es keine Unterlagen mehr.

Ein Grund für die vorzeitige Abberufung der Vorstände Bernhard Engleder und Engelbert Schragl sei nicht vorgelegen, habe aber Mehrkosten von 137.524 Euro verursacht. (red, Der Standard, Printausgabe, 14.08.2003)

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