180.000 Steuerzahler fallen unter den Spitzensteuersatz

17. August 2003, 21:12
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2,4 Millionen von 5,9 Millionen Steuerpflichtigen müssen nichts bezahlen

Wien - In der Steuerreform-Debatte werden auch die Steuertarife wieder einmal in Frage gestellt. Derzeit gibt es bei der Lohn- und Einkommenssteuer vier Steuersätze, die je nach Höhe des zu versteuernden Einkommens zur Anwendung kommen. Der Höchststeuersatz von 50 Prozent ist dabei für Einkommensteile über einer Bemessungsgrundlage von 50.870 Euro jährlich zu bezahlen. Davon betroffen sind nach Angaben des Finanzministeriums rund 180.000 der insgesamt 5,9 Millionen Steuerpflichtigen.

Alleine mit dem zu 50 Prozent versteuerten Anteil tragen diese 180.000 Spitzenverdiener zu einem Fünftel zum gesamten Aufkommen aus der Lohn- und Einkommenssteuer von knapp 20 Milliarden Euro bei, heißt es. Weitere 1,100 Millionen Österreicher müssen bis zu 41 Prozent Steuer zahlen, ihre Bemessungsgrundlage liegt zwischen 21.800 und 50.870 Euro jährlich. Zum Aufkommen der Steuerklasse 41 Prozent tragen freilich auch die 180.000 Spitzenverdiener bei, der Anteil dieser Klasse an den gesamten Einnahmen des Finanzministers aus der Lohn- und Einkommenssteuer liegt ebenfalls bei 20 Prozent.

Die Zahl jener, die maximal 31 Prozent Steuer bezahlen, liegt bei 2,220 Millionen. Ihre Bemessungsgrundlage liegt unter 21.800 Euro.

Keine Steuer bezahlen - nach dem Stand der 2004 in Kraft tretenden Reform, also der Steuerfreistellung von Jahreseinkommen bis 14.500 Euro - 2,4 Millionen Steuerpflichtige. (APA)

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