Soldaten für weltweite UNO-Friedenseinsätze

14. August 2003, 12:39
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Serbien-Montenegro hat formell dafür entschieden

Belgrad - Serbien-Montenegro will seine Soldaten für weltweite UNO-Friedenseinsätze zur Verfügung stellen. Die formelle Entscheidung sei getroffen worden und die UNO-Mitglieder würden nun darüber informiert, erklärte Außenminister Goran Svilanovic am Mittwoch gegenüber dem Belgrader Sender B-92. Nun müsse abgewartet werden, ob und welches Interesse bestehe und dann könne Serbien-Montenegro entscheiden, in welchem Maße heimische Soldaten an weltweiten Missionen teilnehmen, sagte Svilanovic.

Der nationale Koordinator des Stabilitätspaktes, Prvoslav Davinic, erklärte, dass keine Rede davon sein könne, dass "Amerikaner uns vorschieben, damit wir statt ihnen sterben". Es gebe sehr viele weltweite Friedenseinsätze und deshalb würde eine Teilnahme einer größeren Zahl von Ländern gewünscht, sagte der ehemalige Direktor des UNO-Büros für Abrüstungsfragen der Zeitung "Blic".

Davinic räumte ein, dass amerikanische Militäranalytiker schon seit Anfang der 90er Jahre über die Errichtung von Militärbasen in Serbien-Montenegro nachdenken würden. Allerdings sei die politische Entscheidung noch nicht getroffen worden und es habe auch noch keine Verhandlungen darüber gegeben. (APA)

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