Israelische Armee sprengt Haus von palästinensischem Attentäter

14. August 2003, 06:56
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Sieben Palästinenser bei Nablus festgenommen

Nablus - Einen Tag nach dem Selbstmordanschlag auf ein Einkaufszentrum in der Nähe von Tel Aviv hat die israelische Armee im Westjordanland das Haus des palästinensischen Attentäters gesprengt. Das einstöckige Gebäude im Flüchtlingslager Askar in der Nähe von Nablus, in dem zehn Angehörige des 17-Jährigen lebten, wurde durch die Explosion am frühen Morgen restlos zerstört, wie von palästinensischen Augenzeugen und aus der israelischen Armee am Mittwoch übereinstimmend verlautete.

Die Sprengung sei eine "Botschaft an die Terroristen und ihre Beihelfer" und solle ihnen zeigen, dass "ihre Taten einen Preis haben", erklärte die Armee. Bei dem Anschlag in Rosh Haayin am Dienstagmorgen war neben dem Attentäter ein Israeli getötet worden. Hilfsorganisationen kritisieren die Zerstörung von palästinensischen Wohnhäusern, weil es sich ihrer Ansicht nach dabei um eine Kollektivstrafe handelt. Seit August vergangenen Jahres zerstörte die israelische Armee im Westjordanland und Gazastreifen über 200 Häuser mutmaßlicher palästinensischer Attentäter.

In der Nähe von Nablus nahmen israelische Soldaten nach Armeeangaben in der Nacht sieben Palästinenser fest. Die Verdächtigen sollen in anti-israelische Anschläge verwickelt sein. (APA)

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