Riad: Polizei erschießt El-Kaida-Verdächtigen bei Razzia

14. August 2003, 06:56
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Drei Sicherheitskräfte getötet - Sieben Festnahmen

Riad - Bei einer Razzia in einem Versteck mutmaßlicher Islamisten in der saudiarabischen Hauptstadt Riad ist am Dienstag ein Verdächtiger erschossen worden. Drei Sicherheitskräfte wurden bei der Schießerei im Stadtteil El Suwaidi getötet, wie die Behörden mitteilten. Nach der stundenlangen Belagerung eines verdächtigen Neubaus nahmen die Beamten zudem sieben mutmaßliche Islamisten fest, einer von ihnen wurde schwer verletzt. Augenzeugen zufolge war die Polizei in dem Viertel schon seit dem Vorabend auf der Suche nach Mitgliedern des Terrornetzwerkes El Kaida.

Mehrere Verdächtige hätten sich in einem Haus verschanzt und das Feuer auf die Polizisten eröffnet, als diese das Gebäude umstellten, sagte ein Verantwortlicher aus dem Innenministerium der Nachrichtenagentur AFP. Zunächst war von vier getöteten Beamten die Rede gewesen. Am Abend waren einem AFP-Korrespondenten zufolge erneut Schüsse in dem Stadtteil zu hören. Hubschrauber überflogen die Villa. Die umliegenen Häuser wurden evakuiert, Sicherheitskräfte bezogen auf den Dächern Stellung. Rund zehn Extremisten gelang nach Angaben aus dem Innenministerium die Flucht.

Seit den Selbstmordanschlägen in Riad vom 12. Mai fahndet die Polizei verstärkt nach Extremisten. Bei den drei Anschlägen waren 35 Menschen getötet worden, unter ihnen neun US-Bürger. Saudi-Arabien ist die Heimat von El-Kaida-Chef Osama bin Laden. Aus Saudi-Arabien stammten auch die meisten der Attentäter vom 11. September 2001. Am Montag hatten Unbekannte bei einer Polizeikontrolle in Riad das Feuer auf die Beamten eröffnet. (APA)

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