US-Ärzte fordern staatliche Krankenversicherung

14. August 2003, 07:15
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"Lösungen auf privater Ebene gescheitert" - Aufschrei zehn Jahre nach Clintons gescheiterten Reformplänen

Washington - Zehn Jahre nach dem Scheitern von Präsident Clintons Gesundheitsreformplänen haben rund 8.000 amerikanische Ärzte in einer Initiative eine staatliche Krankenversicherung für alle Amerikaner gefordert. Die bisherigen Lösungen auf privater Ebene seien gescheitert, heißt es in dem Papier der 7.782 Ärzte, das in der Mittwochausgabe des "Journal of the American Medical Association" veröffentlicht wurde.

Nach Ansicht der Ärzte könnten mit einer staatlich finanzierten Krankenversicherung für alle US-Bürger Milliarden von Dollar gespart werden. "Das derzeitige System kann nicht mehr viel länger funktionieren", sagte die Initiatorin und Dozentin der Harvard Medical School, Marcia Angell, in einem Interview. Das Ganze werde eines Tages implodieren.

Die Amerikaner geben für die Gesundheitsfürsorge 1,6 Billionen Dollar (1,4 Billionen Euro) aus. Nach Ansicht der Unterzeichner der Initiative für eine staatliche Krankenversicherung ist das mehr als genug, um die Versorgung für jeden Amerikaner sicherzustellen. Nach ihrem Modell könnten mindestens 200 Milliarden Dollar an Verwaltungskosten gespart werden, meinen die Ärzte. (APA/AP)

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