Pangl nicht mehr Bundesliga-Vorstand

15. Jänner 2014, 19:02
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Einvernehmliche Trennung zwischen Liga-Vorstand Georg Pangl und Präsident Hans Rinner

Die Ära von Georg Pangl als Vorstand der Fußball-Bundesliga ist zu Ende. Der 48-Jährige einigte sich am Mittwoch in einem persönlichen Gespräch mit Liga-Präsident Hans Rinner auf eine einvernehmliche Beendigung des Dienstverhältnisses. Das gab die Liga am Mittwoch via Aussendung bekannt. Rinner sagte dem STANDARD: "Wir haben uns in aller Freundschaft einvernehmlich getrennt. Es gibt keine Skandale" Details wollte die Liga auf Nachfrage nicht bekannt geben, Pangl war nicht erreichbar.

Pangl und Rinner werden sich allerdings am Freitag (11.00 Uhr) im Rahmen einer Pressekonferenz im Wiener Hotel InterContinental genauso wie Reinhard Herovits (Vorstand Finanz und Lizenzierung) und Christian Ebenbauer (Vorstand Recht und Spielbetrieb) äußern. Das Duo muss die Geschicke vorerst interimistisch führen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Die Clubs wurden über die Personalentscheidung schon am Mittwoch allesamt in Kenntnis gesetzt.

Pangl war schon seit September 2004 als Liga-Vorstand tätig, hatte damals die Nachfolge von Peter Westenthaler und Thomas Kornhoff angetreten. Zuletzt erlebte er die schwierigste Phase in seiner Funktion nach Bekanntwerden des Manipulationsskandals um die beiden Kicker Dominique Taboga und Sanel Kuljic. Pangl hatte in letzter Zeit Amtsmüdigkeit erkennen lassen, Reibepunkte wie Infrastruktur und Rasenheizungen blieben ungelöst.

Die Nachfolgefrage ist offen, Rapids General Manager Werner Kuhn wurde etwa zuletzt mit der Liga in Verbindung gebracht. Auf den Pangl-Nachfolger wartet jedenfalls viel Arbeit. Der Manipulationsskandal ist wohl noch lange nicht ausgestanden, die Thematik "verpflichtende Rasenheizungen" wird spätestens bei den ersten Absagen im Frühjahr wieder aufkommen. Zudem gilt es nach wie vor einen neuen Ligasponsor für die kommende Saison und darüber hinaus zu finden. (APA/red, 15.01.2013)

  • Georg Pangl und die Liga gehen getrennte Wege.
    foto: apa/pfarrhofer

    Georg Pangl und die Liga gehen getrennte Wege.

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