Dritter Toter nach Niederschlagung von Protesten in Südafrika

15. Jänner 2014, 17:13
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Mann wurde offenbar aus fahrendem Polizeiwagen gestoßen

Pretoria - Nach der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten in Südafrika hat es einen dritten Toten gegeben. Ein 27-jähriger Mann sei gestorben, nachdem er nahe der Hauptstadt Pretoria "offenbar aus einem fahrenden Polizeiwagen" gestoßen worden sei, erklärte Polizeiminister Nathi Mthethwa am Mittwoch. Er ordnete an, dass die Polizei ihre Ermittlungen zu den Todesfällen "beschleunigen" solle.

Bereits am Montag waren zwei Menschen getötet worden. Sie sollen nach Angaben von Bewohnern bei Protesten in Motholung und Damonsville von Polizisten erschossen worden sein. Die Demonstranten hatten gefordert, dass die Wasserversorgung in ihren Townships wiederhergestellt wird, nachdem sie rund eine Woche lang ohne fließendes Wasser gewesen waren. Am Mittwoch war die Lage nach Polizeiangaben wieder ruhig.

Die südafrikanische Polizei war heftig kritisiert worden, nachdem bei der blutigen Niederschlagung eines Streiks in einer Mine in Marikana im August 2012 34 Arbeiter getötet worden waren. Bis heute wird zu dem Vorfall ermittelt, bisher wurde niemand angeklagt. (APA, 16.1.2014)


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