Österreich am 24. Platz im Wirtschaftsfreiheits-Index

15. Jänner 2014, 16:29
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Wien/Washington - Im Index der wirtschaftlichen Freiheit, den alljährlich der konservative US-Think Tank Heritage Foundation erstellt, liegt Österreich am 24. Platz aller 178 untersuchten Länder. Spitzenreiter ist die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong vor Singapur und Australien. Die USA liegen am zwölften Rang. Am letzten Platz rangiert Nordkorea, am vorletzten Platz Kuba.

Punktemäßig hat sich Österreich im Index im Vergleich zum Vorjahr etwas verbessert. Angekreidet wird der Alpenrepublik in dem Ranking etwa die hohe Steuerbelastung und das Budgetdefizit, das durch die Bankenrettung belastet wird. Österreichs Wirtschaft sei "überwiegend frei", konstatiert der Think Tank.

Deutlich vor Österreich gereiht sind Irland (Platz 9) und Estland (Platz 11). Knapp vor Österreich liegt Island (Platz 23), knapp dahinter Japan (Platz 25). Die Präsidentin des Friedrich A. von Hayek-Instituts und Direktorin des Austrian Economics Centers, Barbara Kolm, erklärt dazu in einer Aussendung, dass die durchschnittliche Gesamtsteuerbelastung von 42,1 Prozent in Österreich "deutlich zu hoch ist".

Die USA liegen am zwölften Platz und sind punktemäßig bei Betrachtung der "ökonomischen Freiheiten" abgerutscht. Vorgeworfen werden den USA zahlreiche Regulierungen im Finanzsektor und im Gesundheitsbereich. US-Präsident Barack Obama hatte die Krankenversicherung für alle Amerikaner eingeführt.

Der Ranking-Sieger Hongkong punktet durch geringe Steuerbelastung mit 15 Prozent Besteuerung der persönlichen Einkommen und mit 16,5 Prozent für Firmengewinne. Demgegenüber reicht in Österreich der Spitzensteuersatz für Personen bis zu 50 Prozent, jener für Firmengewinne sei allerdings vergleichsweise niedrig, heißt es in der Erklärung der Bewertung durch die Heritage Foundation.

Die Heritage Foundation ist ein US-Think Tank mit Sitz in Washington DC. Ihr Präsident ist seit April 2013 der frühere republikanische Senator James DeMint, eine der Ikonen der Tea-Party-Bewegung, die für einen schlanken Staat, weniger Steuern und den Ausgleich des Staatshaushalts kämpft. Die Heritage Foundation setzt sich für einen wirtschaftsliberalen Kurs ein, in gesellschaftspolitischen Fragen ist sie konservativ. (APA, 15.1.2014)

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