Diebe wollten Urne mit Asche Sigmund Freuds stehlen

15. Jänner 2014, 16:18
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Tat vereitelt, wertvolle antike Urne aber beschädigt

London - Die Urne mit der Asche Sigmund Freuds und seiner Frau Martha wäre in London beinahe Dieben in die Hände gefallen. Der Begründer der Psychoanalyse hatte seine letzten Lebensjahre im Londoner Exil verbracht und war dort nach seinem Tod 1939 auch beigesetzt worden.

Die bisher unbekannten Täter hätten zu Silvester oder am Neujahrstag auf dem Gelände des Golders Green Crematorium im Nordwesten Londons versucht, die Urne mit den sterblichen Überresten Freuds zu stehlen, wie die Polizei am Mittwoch berichtete. Zwar hatten sie keinen Erfolg - die Urne sei aber schwer beschädigt worden. Und die hat ihrerseits historischen Wert: Es handelt sich um ein antikes Gefäß, das aus der Zeit von etwa 300 vor unserer Zeitrechnung stammt.

Daniel Candler von der Kriminalpolizei nannte die Tat "verachtenswürdig": "Selbst wenn man den finanziellen Wert der einzigartigen Urne und die historische Bedeutung beiseite lässt, ist es nicht zu glauben, dass jemand ein Objekt an sich nehmen würde, das die letzten Überreste einer Person enthält." (APA/red, derStandard.at, 15. 1. 2014)

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