Immo-Investments könnten heuer wieder zulegen

15. Jänner 2014, 16:15
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Ernst & Young ortet zunehmendes Interesse insbesondere an heimischen Wohnimmobilien

Der heimische Immobilienmarkt dürfte laut einer Marktanalyse von Ernst & Young (EY) heuer für in- und ausländische Investoren attraktiver werden. Vor allem Green Buildings und Wohnimmobilien seien gefragt, fasst Alexander Wlasto, Partner bei EY Österreich, das Ergebnis des dritten Trendbarometers zum Immobilien-Investmentmarkt zusammen. 32 Marktteilnehmer, die in den vergangenen Jahren am österreichischen Markt aktiv waren, wurden dafür befragt. Die Umfrage wurde zeitgleich in 15 europäischen Ländern durchgeführt, rund 500 Unternehmen haben sich daran beteiligt.

2012 wurden in österreichische Gewerbeimmobilien 1,65 Milliarden Euro investiert. 2013 dürfte dieser Wert nach vorläufigen Zahlen nicht ganz erreicht worden sein. Stimmt die Prognose von Ernst & Young, sollte es also wieder bergauf gehen. 94 Prozent der Befragten sehen demnach Österreich im Jahr 2014 als "attraktiven bis sehr attraktiven" Standort für Immobilieninvestments. Im vergangenen Jahr hatte die Quote noch bei 81 Prozent gelegen.

Wohnimmobilien gefragt

Nach Nutzungsarten schnitten Wohnimmobilien am besten ab. Jeder zweite Befragte plant demnach, 2014 einen starken Investmentfokus auf das Wohnungssegment zu legen. Wien, Graz und Salzburg seien die bevorzugten Zielregionen.

Das größte "Transaktionshindernis" seien unterschiedliche Preisvorstellungen zwischen Käufern und Verkäufern, diese Kluft könnte sich aber heuer ein wenig schließen: Laut der Umfrage rechnen die Investoren mit sinkenden Preisen im Wohnungssegment, vor allem an peripheren Standorten, aber durchaus auch in 1a- und 1b-Lagen.

E-Commerce legt zu

Für Büros und Einzelhandelsimmobilien in 1a-Lagen erwarten die Befragten steigende Preise. In 1b-Lagen sind die Erwartungen für beide Segmente verhaltener, während in peripheren Lagen mit sinkenden Preisen gerechnet wird. Dem Einzelhandel werde insbesondere in schwächeren Lagen nämlich der E-Commerce mehr und mehr zu schaffen machen, erwarten die Befragten.  (red, derStandard.at, 15.1.2014)

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