"Der Klassenfeind": Gruppendynamik im Klassenzimmer

15. Jänner 2014, 17:44
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Das Langfilmdebüt von Regisseur Rok Bicek ist eine auf die Schule als Schauplatz konzentrierte Studie gruppendynamischer Prozesse

Ein neuer Deutschlehrer übernimmt die Maturaklasse an einem slowenischen Gymnasium: Von Beginn an irritiert Robert Zupan die Schüler mit seinem distanzierten, schulmeisterlich und hart wirkenden Auftreten. Er verlangt Leistung, ungeachtet der persönlichen Befindlichkeit Einzelner. Als sich eine Schülerin das Leben nimmt, die vorher beobachtet wurde, wie sie weinend aus einem Termin mit Zupan kam, kippt die Stimmung - er wird zum Feinbild.

"Klassenfeind" / "Razredni sovraznik" heißt das Langfilmdebüt von Regisseur Rok Bicek. Der Film ist eine ganz auf die Schule als Schauplatz konzentrierte Studie gruppendynamischer Prozesse, die ihrerseits bemerkenswerte Distanz zu den handelnden Personen hält und so einfache Täter-Opfer-Konstellationen aushebelt. (irr, DER STANDARD, 16.1.2014)

  • Ein Lehrer gerät nach dem Tod einer Schülerin unter Druck: Igor Samobor in "Klassenfeind". 
    foto: trigon-film

    Ein Lehrer gerät nach dem Tod einer Schülerin unter Druck: Igor Samobor in "Klassenfeind". 

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