Ubuntu-Hersteller Canonical weitet Verluste aus

15. Jänner 2014, 13:27
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Investitionen in Smartphone-System machen sich bemerkbar - Gleichzeitig wächst aber Umsatz

Mit einiger Verspätung gibt es nun die aktuellen Geschäftszahlen für den Linux-Hersteller Canonical, und diese zeigen zwei für das Unternehmen unterschiedlich erfreuliche Trends. Zwar kann der Ubuntu-Anbieter den Umsatz vergrößern, gleichzeitig weiten sich aber auch die Verluste aus.

Details

Konkret zeigen die Zahlen einen Umsatz von 65,7 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr 2013, im Vorjahr waren es noch 56,8 Millionen US-Dollar gewesen. Noch stärker wachsen allerdings die Verluste und zwar von 11,1 auf 21,3 Millionen US-Dollar.

Investition

Dies dürfte vor allem mit den gewachsenen Investitionen in neue Bereiche zusammenhängen, allen voran die Bestrebungen im mobilen Bereich. Der Bericht gibt übrigens weltweit 348 Mitarbeiter_innen bei Canonical aus, und damit weniger als auf der Webpage angegeben werden, wo von 500 Angestellten gesprochen wird.

Disclaimer

Diese Diskrepanz erklärt sich aus einem einfachen Faktor: Das Geschäftsjahr 2013 endete für Canonical bereits am 31. März 2013, die Zahlen sind also nicht mehr sonderlich aktuell, wurden aber erst jetzt öffentlich. Eine weitere Einschränkung ist, dass die Zahlen nicht ganz vollständig sind, da hier nicht alle Canonical-Dependancen erfasst werden. Da sie aber neben dem Hauptquartier in Großbritannien auch die Abteilungen in China, den USA und Kanada erfassen, ist davon auszugehen, dass sie recht nahe an das Gesamtbild kommen.

Hintergrund

Canonical schreibt seit dem Start im Jahr 2004 rote Zahlen. Möglich wird dies, da die Entwicklung aus dem Privatvermögen des Softwaremilliardärs Mark Shuttleworth finanziert wird. (apo, derStandard.at, 15.01.14)

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