Logitech Powershell im Test: Lohnt sich der Aufsteck-Controller fürs iPhone?

15. Jänner 2014, 13:49
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Steuerkreuz und Tasten sollen Mobile-Games Konsolenerlebnissen näherbringen

Unter den hunderttausenden Apps fürs iPhone befinden sich einige Spieleperlen, allerdings auch weitmehr Flops. Mitunter liegt dies daran, dass viele Werke traditionellen Konsolen-Games wie Rennspielen und Shootern nachempfunden werden und die ursprüngliche Controller-Steuerung mit dem Touchscreen imitiert werden muss. Ändern sollen dies Aufsätze, die den Touchscreen um Steuerkreuz und Tasten erweitern. Apple hat hierfür eine eigene Programmierschnittstelle für Zubeghörhersteller freigegeben.

Praktisch, aber nicht günstig

Eines der ersten namhaften Produkte ist Logitechs Powershell für iPhone 5, 5S und neue iPod touchs, das für 99 Euro auch ein zusätzliches Akkupack integriert und die Batterielaufzeit so in etwa verdoppelt. Praktisch: Zusatzakku und iPhone lassen sich in einem Laden. Der Aufsatz ist leicht und ergonomisch geformt. Alle Tasten sind mit den Daumen und Zeigefingern gut erreichbar. Nicht überzeugen können hingegen das schwammige Steuerkreuz, das ambitioniertere Spieler bei präzisen Eingaben manches Mal gerne im Stich lässt, und die für den Preis nicht sehr wertig wirkende Verarbeitung. Vor allem die scharfen Kanten der klapprigen Schultertasten fallen negativ auf.

Mangelhafte Unterstützung

Das bisher größte Problem ist jedoch die mangelhafte Unterstützung seitens der Spiele selbst. Aktuell profitieren lediglich ein paar dutzend Titel von den Zusatztasten und viele davon, wie etwa "Scribblenauts Remix" nur mäßig. Oftmals erspart man sich die Toucheingabe dadurch nicht. Zu wirklich besseren Erfahrungen werden mit dem Powershell insbesondere actionreiche Titel vom Schlage Trials Xtreme 3, King of Fighters oder Asphalt 8. Um Konsolenklassiker wie "Grand Theft Auto: San Andreas" auf Smartphones in voller Pracht zum Leben erwecken zu können, würde es zwei Analogsticks wie bei einer PS Vita benötigen.

Fazit

Aktuell lohnt sich die hohe Investion in das Aufsteck-Gamepad daher nur im Einzelfall. Nicht zuletzt auch deshalb, da viele Entwickler in den vergangenen Jahren große Fortschritte mit Toucheingaben gemacht haben und die mitunter besten Mobile-Games dem Konzept nach keine Tasten mehr benötigen. Die klare Empfehlung: Abwarten. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 15.1.2013)

Video: Logitech Powershell

  • Der Powershell macht das iPhone noch nicht zum besseren Spiele-Handheld.
    foto: derstandard.at/birgit riegler

    Der Powershell macht das iPhone noch nicht zum besseren Spiele-Handheld.

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