Untreueverdacht: Ermittlungen gegen Linzer Primar

15. Jänner 2014, 10:34
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Arzt soll Kollegen bei der Verrechnung von Honoraren geprellt haben

Linz - Gegen den Primar eines Linzer Krankenhauses, der seine Arztkollegen bei der Verrechnung von Privatpatienten-Honoraren geprellt haben soll, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Das bestätigte deren Sprecher Philip Christl den Oberösterreichischen Nachrichten in der Mittwoch-Ausgabe. Der Krankenhausträger hatte im Oktober den Mediziner mit sofortiger Wirkung entlassen, was dieser seither bekämpft.

In der Affäre um angebliche Unregelmäßigkeiten geht es um Sonderklasse-Gebühren, die nach einem spitalsintern festgelegten Schlüssel dem Primar und den behandelnden Oberärzten zustehen. Laut Staatsanwaltschaft werde wegen des Verdachtes der Untreue, Veruntreuung und betrügerischen Krida ermittelt. Es würden derzeit Befragungen von Zeugen durchgeführt, eine Einvernahme des Beschuldigten sei noch nicht erfolgt.

"Die strafrechtliche Komponente ist sehr komplex, wir gehen aber von einer Einstellung des Strafverfahrens aus", wird der Salzburger Rechtsanwalt Guido Leitgeb zitiert, der den Primar vertritt. Der fristlos Entlassene hatte stets bestritten, Kollegen Honorare vorenthalten zu haben. Es habe aber über die Höhe der Beträge Auffassungsunterschiede gegeben. Der Mediziner prozessiert derzeit beim Arbeitsgericht um seine Wiedereinstellung. (APA, 15.1.2013)

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