Mord: Black-Metal-Sänger war Fan in Bangkok nicht satanistisch genug

14. Jänner 2014, 15:09
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Facebook-User "Maleficent Meditation": "Wenn ich ihn nicht getötet hätte, bin ich sicher, dass er von jemand anderem ermordet worden wäre"

Bangkok - Dass ein thailändischer Black Metal-Sänger einem Fan in Bangkok offenbar nicht satanistisch genug war, musste der Musiker mit seinem Leben bezahlen. Samong Traisattha, Leadsänger der Band "Surrender of Divinity", wurde am vergangenen Mittwoch (Ortszeit) in seinem Haus in Bangkok erstochen, berichtete die "Chiang Rai Times" am Montag in ihrer Online-Ausgabe. Ein Facebook-User bekannte sich.

Das nordthailändische Blatt berichtete unter Berufung auf die "Bangkok Post", dass die Witwe des Sängers einen Verdächtigen identifiziert habe. Dieser ist demnach am Mittwoch zum Haus des Musikers gekommen, um T-Shirts bedrucken zu lassen und mit Samong zu trinken. Als sie später nach ihrem Mann sah, fand sie diesen im Wohnzimmer in einer Blutlache. Von dem namentlich bekannten Fan, Prakarn H., fehlte jede Spur.

Bizarres Bekenntnis

Am Freitag tauchte auf Facebook ein bizarres Bekenntnis zu dem Mord auf. Ein User namens "Maleficent Meditation" (bösartige Meditation, Anm.) schrieb, dass er Samong getötet habe, und postete Bilder vom Tatort. "Ich habe vor, mein Leben zu beenden, seit ich 25 bin. Weil ich irgendwann sterben werde, will ich jene auslöschen, die auf den Satanismus für mich einen Schatten werfen. Aber ich habe mich zurückgehalten, Frauen und Kinder zu töten", schrieb der User. Die Ermittler glauben, dass sich Prakarn H. hinter "Maleficent Meditation" verbirgt.

"In meiner Weltsicht habe ich mehr Respekt für hingebungsvolle Buddhisten, Christen und Moslems als für jene, die sich selbst Satanisten nennen, ohne irgendetwas davon zu wissen. Wenn ich ihn nicht getötet hätte, bin ich sicher, dass er von jemand anderem ermordet worden wäre", schrieb "Maleficent Meditation" weiter. Im übrigen betonte der User, dass er kein Fan von "Surrender of Divinity" sei. Zumindest bis Montag befand sich Prakarn H. auf der Flucht. (APA, 14.1.2014)

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