Das beste Stück: ... nachgefragt bei Kim Sohyi

Kolumne19. Jänner 2014, 12:58
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Michael Hausenblas fragt die Köchin Kim Sohyi, warum ihr ein kleines Messer ganz besonders viel bedeutet

"Ich habe dieses kleine, wunderschöne Messer von Laguiole vor elf Jahren von meinem Mann bekommen. Er hat es mir im gleichnamigen Ort im Südwesten Frankreichs gekauft. Das heißt, eigentlich ist es nicht mehr genau das, das er mir geschenkt hat. Es ist ein Nachfolger, denn zwei oder drei dieser Messer sind mir inzwischen auf Flughäfen abgenommen worden.

So etwas passiert, weil ich diese Messer einfach immer und überall hin mitnehme, und zwar in meiner Hosentasche. Für mich als Köchin ist das Messer wohl das wichtigste Werkzeug überhaupt. Ich habe genau solche Modelle übrigens auch schon meinen engsten Mitarbeitern geschenkt.

Außerdem bin ich sehr neugierig, und sobald ich irgendein exotisches Obst oder Gemüse zwischen die Finger bekomme, muss ich es aufschneiden, um es studieren zu können. Klar schneidet man sich in meinem Job hin und wieder, aber dass es so richtig geblutet hat, ist mir vielleicht zweimal passiert." (Michael Hausenblas, Rondo, DER STANDARD, 17.1.2014)

  • Kim Sohyi hat ihr Lieblingsmesser vor elf Jahren von ihrem Mann bekommen.
    foto: nathan murrell

    Kim Sohyi hat ihr Lieblingsmesser vor elf Jahren von ihrem Mann bekommen.

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