Nowotny: Bessere Aussichten für Europa

14. Jänner 2014, 12:05
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Kurz- und mittelfristig kein Inflations- oder Deflationsrisiko für Eurozone

Wien - Die wirtschaftlichen Aussichten für Europa - auch für Ost-Mitteleuropa - sind nach Ansicht von Notenbankgouverneur Ewald Nowotny heute weit besser als vor einem Jahr. "Wir haben eine Erholung", sagte Nowotny am Dienstag bei der Euromoney-Konferenz in Wien.

Zwar sei die Wirtschaft der Eurozone 2013 noch um 0,4 Prozent geschrumpft, doch für heuer werde mit einem positiven Wachstum von rund einem Prozent gerechnet, und "es könnte Potenzial nach oben geben", sagte Nowotny. Nur in Zypern und Slowenien werde die Wirtschaft heuer schrumpfen, in allen anderen Ländern der Eurozone werde es ein Wachstum geben. Einige Länder wie Deutschland oder Österreich könnten auch zwei Prozent Wachstum erreichen, aber er bleibe vorsichtig und gehe von etwas niedrigeren Erwartungen aus.

Zur Erholung habe auch die Geldpolitik beigetragen, sowohl im Hinblick auf die Zinspolitik als auch im Hinblick auf die Liquidität. Die EZB habe im Vergleich mit der US-Fed und der Bank of England wesentlich vorsichtiger agiert, sagte Nowotny. Die EZB sei nach wie vor bereit, mit ihrer Zinspolitik unterstützend zu wirken, solange das mit dem Inflationsziel von unter 2 Prozent vereinbar sei. Für die Eurozone sehe man weder ein Inflations- noch ein Deflationsrisiko, so der Nationalbank-Chef, "weder kurz- noch mittelfristig". (APA, 14.1.2014)

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